Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie zur Erhaltung der genetischen Vielfalt

18.07.2007
Neue Literaturstudie gibt Übersicht über Auswirkungen gebietsfremder Herkünfte in der freien Landschaft
Die Erhaltung der Biodiversität, darunter auch die genetische Vielfalt, ist ein wichtiger Auftrag des Naturschutzes. Die genetische Vielfalt wird jedoch durch eine landschaftspflegerische Praxis bedroht, die eigentlich Naturschutzwecken dienen sollte: Bei Gehölzpflanzungen und Begrünungsmaßnahmen in der freien Natur (z.B. Renaturierungs-, Erhaltungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) werden häufig gebietsfremde Herkünfte heimischer Arten eingesetzt, d.h. das Pflanzgut wird nicht in demselben Gebiet gewonnen, in das es später ausgebracht wird. Durch die massenhafte Anpflanzung solcher gebietsfremden Herkünfte kann es zu einer genetischen Veränderung der regionalen heimischen Flora kommen.

"Anpassungen, die im Laufe vieler Jahrtausende entstanden sind, können durch die Verwendung gebietsfremder Herkünfte verloren gehen. Auch in Zusammenhang mit Umweltveränderungen wie dem Klimawandel ist eine ausreichend breite genetische Vielfalt eine wesentliche Voraussetzung für die Anpassungsfähigkeit unserer Arten", sagte BfN-Präsident Hartmut Vogtmann.

In einigen Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg) werden bereits zertifizierte Gehölze regionaler Herkunft angeboten, deren Verwendung z.T. sogar rechtlich vorgesehen ist. Auch für Grünlandarten gibt es bereits einige Anbieter regionaler Herkünfte.

Zur fachlichen Unterstützung der betroffenen Akteure wurde vom BfN eine Literaturstudie beauftragt, die stichprobenhaft die vorhandene Fachliteratur ausgewertet hat. Die Studie zeigt auf knapp 50 Seiten mögliche negative Auswirkungen gebietsfremder Herkünfte auf die biologische Vielfalt. Sie stellt den Wissensstand zur genetischen Variabilität und Differenzierung häufiger Gehölze und Grünlandarten beispielhaft dar und nennt ökonomisch relevante Konsequenzen bei der Verwendung gebietsfremder Herkünfte.

Das Skript ist erhältlich unter http://www.floraweb.de/neoflora/genetischevielfalt.html oder kann auf Anfrage kostenfrei zugesendet werden (Kontakt: neobiota@bfn.de).

Hinweis: Start Naturathlon 2007 - Treffpunkt Wald 22. Juli

Der NATURATHLON -Treffpunkt Wald ist ein "sportliches Natur-Abenteuer" und findet als größtes Natursportereignis vom 22. Juli bis 04. August 2007 in Deutschland statt. Die Strecke führt vom Schwarzwald bis nach Berlin (ca. 1.800 km). In acht Teams durchqueren 32 Sportler mit dem Fahrrad Deutschland. Dabei besuchen sie ausgewählte Wälder, die in ihrer Art besonders typisch für die biologische Vielfalt der deutschen Wälder sind. Neben sportlicher Fitness wird von den Sportlern auch Wissen über die Natur der Wälder erwartet. An Aktionspunkten müssen die Naturathleten sportliche und spannende Aufgaben lösen, die im Zusammenhang mit dem Thema Wald und Naturschutz stehen.

Der Naturathlon - Treffpunkt Wald 2007 wird vom Bundesumweltministerium gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der Initiative Treffpunkt Wald, dem Deutschen Forstverein und dem NABU veranstaltet. Informationen unter www.naturathlon.de oder www.treffpunktwald.de

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.treffpunktwald.de
http://www.naturathlon.de

Weitere Berichte zu: Grünlandart Literaturstudie Naturathlon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herz-Bindegewebe unter Strom

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Eine Extra-Sekunde zum neuen Jahr

08.12.2016 | Physik Astronomie

Wenn der Fluss krank ist – Fachseminar zu Gewässerökologie und Gewässerschutz

08.12.2016 | Seminare Workshops