Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Partner für die Zukunft - Handel und Hersteller

24.04.2007
Deloitte-Studie "Focusing on a Common Goal - the State of Retailer-Supplier Relations" zeigt: Hersteller und Handel müssen zukünftig kooperieren

In der Konsumgüterindustrie konkurrieren Hersteller und Handel zunehmend - sollten jedoch enger zusammenarbeiten. Konsolidierung und Verbraucherverhalten setzen der Branche derzeit massiv zu: Handelsketten bringen Hersteller wie auch Wettbewerber bei der Preisgestaltung enorm unter Druck. Die Folge sind ruinöse Preiskämpfe. Eine Lösung ist die Verlagerung hin zu zielgruppenorientierten Spezialmarken. Dabei können Hersteller und Handel vom Know-how und der Erfahrung des jeweils anderen erheblich profitieren. Doch es mangelt noch auf beiden Seiten vielfach an Vertrauen wie die aktuelle Deloitte-Studie "Focusing on a Common Goal - the State of Retailer-Supplier Relations" ergab.

Kunden müssen heutzutage dank geringer Inflationsgefahr kaum noch merkliche Preissteigerungen fürchten und können sich dabei auch noch auf eine vergleichbare Produktqualität verlassen - und sich im Internet über nahezu jedes Produkt informieren. Damit der Preis nicht zum alleinigen Kaufargument wird, rücken Marken bzw. Markenbindung immer stärker in den Mittelpunkt. "Das Produkt- und Markenportfolio von Herstellern und Handel sollte präzise auf die Bedürfnisse fest umrissener Konsumentengruppen ausgerichtet sein", weiß Jochen Kuhnert, Partner Retail von Deloitte. "Gruppierungen abseits des Massenmarkts sind am interessantesten, denn ihr Kaufverhalten birgt die attraktivsten Margen. Aufbau und Pflege dieser Käufergruppe bedeuten für Hersteller und Handel aber eine erhebliche Herausforderung."

So vielfältig diese Gruppen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Markenpräferenzen. Vor allem Anbieter von Nischenprodukten bzw.

-marken profitieren von der Entwicklung, während Massenmarken an Anziehungskraft verlieren. Entsprechend werden diese über kurz oder lang in den Herstellerportfolios zugunsten von Marken mit einem hohen Differenzierungsgrad zurückgedrängt. Darüber hinaus kommt es immer stärker auf Marketingstrategien an, die einen kontinuierlichen Dialog mit den jeweiligen Zielgruppen beinhalten.

Informations- und Know-how-Austausch nutzt beiden Seiten

Hersteller und Handel können sich in vielen Bereichen bei der Erschließung dieser Potenziale ergänzen. Während die Hersteller über fundierte Kenntnisse bei emotionaler Markenbindung von Verbrauchergruppen verfügen, kennt sich der Handel bei deren Kaufgewohnheiten aus, wie zum Beispiel den Kaufentscheidungsprozessen. Im Unterschied zum Massenmarketing müssen individuelle Käufergruppen vor allem am Point-of-Sale angesprochen werden. Hier sind Marketingaktivitäten zu verstärken, was ebenfalls eine enge Kooperation von Herstellern und Handel voraussetzt.

Um den Handel - und damit den eigenen Absatz - optimal zu unterstützen, benötigen die Hersteller detaillierte Erkenntnisse zu Kaufgewohnheiten in einzelnen Märkten, auch im Hinblick auf Verpackungsart und -größe. Hierzu sind sie wiederum auf die Unterstützung des Handels angewiesen.

Konkurrenten und Partner gleichzeitig

Doch obwohl Hersteller und Handel in einem Boot sitzen, ist ihr Verhältnis zunehmend von Konkurrenz geprägt, z.B. durch Handelsmarken. Einer engen Kooperation, die den Austausch von Daten und Know-how umfasst, steht in erster Linie ein beiderseitiger Mangel an Vertrauen im Wege. Tatsächlich ist aber eine intensive Kooperation unvermeidbar, wenn die Margen nicht noch weiter sinken sollen.

Die Aufgaben und Ziele, die sich aus der aktuellen Entwicklung ergeben, unterscheiden sich kaum: Sowohl Hersteller als auch Handel werden künftig immer mehr Energie darauf verwenden, Marken zu stärken und die Markenbindung zu unterstützen. Zudem werden Hersteller und Handel nicht umhin kommen, dem Internet als Verbraucherinformationsmedium verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken.

"Die Herausforderungen für Hersteller und Handel sind weitgehend identisch, von der Marken- und Zielgruppenproblematik bis hin zu imagerelevanten Faktoren wie Corporate Social Responsibility. Es gilt, diese Situation zu akzeptieren, in der beide Seiten gleichzeitig Konkurrenten und Kooperationspartner sind. Beide können die Vorteile einer - zumindest partiellen - Zusammenarbeit nutzen, ohne dem Wettbewerber zum eigenen Schaden in die Hände zu spielen", resümiert Jochen Kuhnert.

Die vollständige Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D154796,00.html

zum Download.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 3.400 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 135.000 Mitarbeitern in nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2007 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: Marken Markenbindung Mitgliedsunternehmen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie