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Rindfleischreiche Ernährung schädigt Sperma der Söhne

28.03.2007
Wachstumsfördernde Substanzen verringern Spermaqualität

Wissenschaftler der University of Rochester haben nachgewiesen, dass Europa den Fleischproduzenten zu Recht verboten hat, wachstumsfördernde Substanzen einzusetzen. Die Forschungsergebnisse stellen einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz dieser Chemikalien und der Schädigung des menschlichen Spermas her. Es zeigte sich, dass Männer deren Mütter während der Schwangerschaft viel Rindfleisch gegessen hatten, über eine geringere Anzahl von Spermien verfügten. Die in Human Reproduction veröffentlichte Studie geht davon aus, dass sie drei Mal so wahrscheinlich über eine so geringe Anzahl an Spermien verfügten und deshalb als subfertil bezeichnet werden müssen. Der Einsatz von Wachstumsförderern wurde in Europa 1988 verboten. In Amerika wurden manche Chemikalien 1979 verboten. Andere wie Testosteron und Progesteron werden heute noch eingesetzt.

Die Forscher untersuchten die Anzahl der Spermien bei Männern, die zwischen 1949 und 1983 geboren wurden. Es wurde nachgewiesen, dass jene Männer, deren Mütter mehr als sieben Mal in der Woche Rindfleisch aßen, über eine durchschnittliche Spermakonzentration von 43,1 Mio. Spermien pro Millimeter Samenflüssigkeit verfügten. Die Söhne von Müttern, die weniger Rindfleisch aßen, verfügten durchschnittlich über 56,9 Mio. Spermien pro Millimeter. Unter den Söhnen, deren Mütter Rindfleisch in großen Mengen zu sich nahmen, verfügten 17,7 Prozent über eine Spermakonzentration, die unter der WHO-Grenze für Subfertilität von 20 Mio. Spermien liegt. Bei den anderen Frauen lag dieser Prozentsatz bei 5,7.

Die leitende Wissenschaftlerin Shanna Swan erklärte, dass diese Ergebnisse nahe legten, dass der Kontakt mit dem im Fleisch enthaltenen Wachstumsverstärkern für die schlechte Spermaqualität der Söhne verantwortlich war. Das Team verfügte jedoch über keine Daten darüber, welche Chemikalien das Fleisch enthalten hatte. Die Forscher räumten auch ein, dass andere mögliche Ursachen wie der Kontakt der Väter mit Pestiziden oder andere Gründe nicht ausgeschlossen werden können. "Theoretisch reagieren Föten und kleine Kinder sehr empfindlich auf den Kontakt mit Sexualhormonen. Aus diesem Grund ist der Konsum der Rückstände von Steroiden bei Schwangeren besonders bedenklich." Für die genaue Feststellung der Rolle der Wachstumsförderer sei die Studie laut BBC jedoch mit Männern zu wiederholen, die nach 1988 in Europa geboren wurden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.rochester.edu
http://humrep.oxfordjournals.org

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