Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tamoxifen verringert langfristig Brustkrebs-Risiko

21.02.2007
Risiko einer Erkrankung verringert sich um 34 Prozent

Tamoxifen verringert das erneute Auftreten von Brustkrebs auch lange nachdem die Frauen aufgehört haben das Medikament einzunehmen. Tamoxifen blockiert das Hormon Östrogen und wird zur Behandlung von Brustkrebs und zur Prävention bei Frauen mit einem hohen Erkrankungsrisiko eingesetzt. Die International Breast Cancer Intervention Studie (IBIS-II) hat jetzt nachgewiesen, dass die Wirkung des Medikaments über die fünf Jahre dauernde Behandlung hinausgeht. Frauen, die das Medikament einnahmen, verfügten über ein um 34 Prozent verringertes Risiko, an der hormonsensitiven Form der Krankheit zu leiden. An der Studie nahmen 7.145 Frauen teil. Details der internationalen Studie wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.

Die Teilnehmerinnen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko nahmen fünf Jahre lang entweder das Medikament oder ein Blindpräparat ein. In den folgenden acht Jahren erkrankten 87 der Frauen, die Tamoxifen erhalten hatten, an Brustkrebs. In der Placebo-Gruppe waren es 129 Frauen. Der leitende Wissenschaftler Jack Cuzick von Cancer Research UK betonte, dass diese Ergebnisse bestätigten, dass Tamoxifen das Risiko einer Erkrankung für zumindest fünf Jahre nach der Behandlung reduzieren kann. Zusätzlich wären fast alle der schweren Nebenwirkungen des Medikaments nach Beendigung der Behandlung verschwunden. Tamoxifen wurde unter anderem mit einem erhöhten Risiko der Bildung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

Für eine Studie des Royal Marsden Hospital http://www.royalmarsden.nhs.uk analysierten Wissenschaftler Datenmaterial aus einem Zeitraum von 20 Jahren. Es zeigte sich, dass das Medikament das Risiko von hormonsensitivem Brustkrebs um 39 Prozent verringerte. Eine weitere Studie wies laut BBC nach, dass viele Leben durch eine andere Medikation gerettet werden könnten. Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs sollten demnach zuerst Tamoxifen erhalten und nach zwei oder drei Jahren auf Exemestan umsteigen. Brustkrebs ist bei weitem die häufigste Krebsform bei Frauen. 2001 erkrankten allein in Großbritannien 44.091 Frauen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ibis-trials.org
http://jnci.oxfordjournals.org
http://www.cancerresearchuk.org

Weitere Berichte zu: Brustkrebs Brustkrebs-Risiko Tamoxifen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE