Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Shopper sind über Rechte nicht informiert

08.11.2006
Aufwendige Reklamationen könnten verhindert werden

Obwohl Online-Shopping bequem und teilweise auch kostengünstig ist, kommt es dennoch oft zu Problemen. Bisher wurde meist den Online-Händlern die Schuld zugewiesen, da diese entweder unseriöse Geschäfte betreiben oder die Lieferbedingungen nicht einhalten.

Dass aber auch die Konsumenten wenig bis überhaupt nicht über ihre Rechte und über die Lieferbedingungen informiert sind, zeigt nun eine neue Verbraucherstudie von Trusted Shop, einem der größten Gütesiegelaussteller Europas. Die repräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut ComCult erhoben hat, zeigt, dass von 1.000 Befragten über 99 Prozent mindestens in einem Punkt falsch geantwortet haben.

Lediglich fünf der befragten Personen zeigten sich vollständig informiert. Weitgehend Klarheit herrscht darüber, dass die meisten Produkte innerhalb von 14 Tagen reklamierbar sind. Weitere Details über Lieferbedingungen sind schon unbekannter. So wissen beispielsweise 71 Prozent aller Befragten, dass in Ausnahmefällen der Verbraucher die Rücksendekosten tragen muss. Dies gilt etwa für Produkte, die weniger als 40 Euro kosten. Fälschlicherweise glaubt auch ein Drittel, dass das Rücksenderecht verloren geht, falls die Originalverpackung geöffnet ist.

Weiters herrscht Unwissenheit bei den Unternehmensangaben. So müssen etwa ein vollständiges Impressum sowie eine gültige E-Mail-Adresse angegeben sein. Personenbezogene Daten müssen darüber hinaus nicht auf Kundenwunsch vom Händler gelöscht werden. Weiters sollen verzögerte Lieferzeiten beim Produkt angegeben sein. Darüber hinaus ist der Händler nicht verpflichtet mehrere Zahlungsarten anzubieten. Für Transportschäden haftet weiters ausschließlich der Verkäufer.

Wie Trusted Shop feststellen musste, verlassen sich die meisten Online-Shopper auf ihr eigenes Rechtsempfinden, anstatt auf gesicherte Erkenntnisse. "Man sollte sich die Warenbestellung gründlich ansehen und sich darüber informieren. Hilfreich sind auch Gütesiegel, mit denen seriöse Online-Händler ausgezeichnet sind", erklärt Ulrich Hafenbradl von Trusted Shop im Gespräch mit pressetext. Im Zweifelsfall solle man sich auf den gesunden Menschenverstand oder auf Mundpropaganda verlassen. Hat man bisher wenig und nur Schlechtes von einem Händler gehört, sollte man zu einem anderen Anbieter wechseln.

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Reklamation kommt, sind die häufigsten Ursachen ähnlich denen bei Versandreklamationen. "Meistens werden die Kosten falsch angegeben, indem die Mehrwertsteuer oder Versandkosten fehlen oder die Waren werden fälschlicherweise beim Nachbarn abgegeben", so Hafenbrandl. Wenn der Kunde dann nicht über seine Rechte informiert ist, kann es zu langen und aufwendigen Problemen kommen. Im Falle einer Reklamation sollte man sich zuerst an den Lieferanten wenden. Falls es zu Schwierigkeiten kommt, helfen die Verbraucherzentren weiter, die versuchen, eine außergerichtliche Lösung zu finden. Ist dies jedoch nicht der Fall, kann es aber durchaus zu einem langen Rechtsstreit kommen, der vielleicht vermieden hätte werden können.

Victoria Danek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.trustedshop.de
http://www.comcult.de

Weitere Berichte zu: Lieferbedingung Online-Shopper Reklamation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie