Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kliniken starten Service-Offensive

12.09.2006
Mehr als jeder zweite Patient wechselt die Praxis oder die Klinik, obwohl der Arzt fachlich alles richtig gemacht hat.

Unfreundliches Pflegepersonal, mangelnde Organisation oder unzureichende Patienteninformationen sind die Hauptgründe für unzufriedene Patienten. Fast sieben von zehn Krankenhausmanagern investieren deshalb in den nächsten drei Jahren in Fortbildungsmaßnahmen für ihre Pflegekräfte. Jeder dritte Krankenhausmanager stellt zusätzliche Mitarbeiter ein, um eine individuellere Betreuung zu gewährleisten. Dies ergibt die aktuelle Untersuchung "Krankenhaus Trend" von Steria Mummert Consulting.

Das Ziel ist eine gesteigerte Patientenorientierung in der Pflege. Mit wachsendem Wettbewerb haben die Kliniken erkannt, dass sich Service und Patientenzufriedenheit zu Schlüsselfaktoren im Gesundheitssektor entwickeln. Für mehr als acht von zehn Klinikmanagern hat die Pflege neben der medizinischen Versorgung oberste Priorität. Obwohl die Kliniken den Gürtel finanziell enger schnallen müssen, wollen 69 Prozent der Entscheider mehr Geld in die Qualifizierung von Mitarbeitern investieren. Die Qualität der ärztlichen und pflegerischen Leistungen gewinnt damit als Alleinstellungsmerkmal zunehmend an Bedeutung.

Darüber hinaus planen die Krankenhäuser höhere Ausgaben für das Marketing sowie zusätzliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Hälfte der Entscheider sieht beim Marketing einen erhöhten Handlungsbedarf. Der Grund: Immer mehr Patienten sehen in ihrem Arzt und dem Pflegepersonal weniger den Doktor und die Krankenpfleger als vielmehr ein Team von Gesundheitsdienstleistern. Marketing und Patientenbindung rücken somit zunehmend in den Vordergrund.

Zufriedenheitsbefragungen bei den Patienten stehen ebenso auf der Agenda wie Befragungen der Klinikmitarbeiter. Mit diesen Maßnahmen wollen die Krankenhäuser ihre Dienstleistungen stärker an den Anforderungen der Patienten ausrichten. Die Erkenntnis setzt sich im Gesundheitswesen erst allmählich durch.

Die wichtigsten Personalthemen in den kommenden drei Jahren:

Personalentwicklung und -führung 69,1 % Alternative Vergütungsmodelle 69,1 % Strategische und operative Personalplanung 64,7 % Personalcontrolling 50 % Personalgewinnung 30,9 %

Für zusätzliche Kundenorientierung sollen neue Dienstleistungen sorgen. Mehr als ein Viertel der Kliniken will beispielsweise in den kommenden drei Jahren Patientenhotels errichten. Insbesondere Privatversicherte, aber auch deren Angehörige stehen als Zielgruppe im Fokus der Krankenhausmanager. Die Hotels sollen das aktuelle Leistungsangebot der Häuser ergänzen. Fast zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte planen, das Angebot mit ambulanten Leistungen zu kombinieren.

Hintergrundinformationen

Die Presseinformation basiert auf der aktuellen Studie "Krankenhaus Trend" von Steria Mummert Consulting und der Fachzeitschrift "kma". In einer Online-Befragung wurden im März und April 2006 87 Fach- und Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen interviewt.

Jörg Forthmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Berichte zu: Führungskraft Gesundheitswesen Krankenhausmanager Trend

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie