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Schlüsselstadium in Replikation von Dengue-Fieber entdeckt

04.08.2006
Erreichen der Kreisform ist für Vermehrung des Virus entscheidend

Die Entdeckung, dass das Dengue-Fieber-Virus sich kreisförmig anordnen muss um sich zu vermehren, ermöglicht neune Ansätze diese und ähnliche Krankheiten wie das West-Nil-Fieber und die Gehirnentzündung zu behandeln. Zukünftige Medikamente, die das Virus daran hindern eine Ringform zu bilden, könnten Tausende Leben retten. Laut Andrea Gamarnik vom Leloir Institute besteht die Herausforderung jetzt darin, ein kleines Molekül zu schaffen, das genau diese Aufgabe erfüllt. Weltweit erkranken laut WHO rund 50 Millionen Menschen jährlich an Dengue-Fieber. Das Virus wird durch den Stich des Moskito Aedes aegypti übertragen. Jährlich sterben laut New Scientist rund 25.000 Menschen. Viele der Betroffenen sind Kinder. Derzeit gibt es keine Behandlungsmöglichkeit und keinen Impfstoff gegen diese äußerst schmerzhafte Krankheit. Die Ergebnisse der Studie wurden in Genes and Development veröffentlicht.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie den Schlüssel zur Replikation des Virus gefunden haben und damit auch seine Achillesferse. Es wurde erst vor kurzem entdeckt, dass das aus RNA bestehende Virus seine Form von einem langen Faden in einen Kreis verändern kann. Diese Fähigkeit besteht aufgrund von speziellen kurzen Sequenzen an den Enden der Fäden, die sich gegenseitig anziehen. Sie agieren laut den Wissenschaftlern wie Klebeband. Bisher war die Bedeutung dieser Form nicht bekannt. Gamarnik hat entdeckt, dass das bestimmte virale Enzym, das für die Vermehrung des Virus erforderlich ist, nur eine ringförmige Struktur erkennen kann. Bilden die Denguefäden einen Kreis, können Proteine an die Promotor-Region an den verbundenen Enden der Fäden anbinden und von hier aus die Replikation starten.

Das Team testete seine Theorie anhand von Tierzellen. Wurden die klebrigen Enden der Fäden so verändern, dass sie nicht zueinander passten, vermehrte sich das Virus in Moskito oder Hamsterzellen nicht. Als die modifizierten Enden wieder dahingehend verändert wurden, dass sie sich auf eine neue Art und Weise anzogen, gelang des dem Virus wieder sich in den Zellen zu vermehren. Diese Forschungsergebnisse sollten Wissenschaftler dazu anregen, nach Molekülen zu suchen, die entweder die klebrigen Enden daran hindern sich zu verbinden oder das Protein davon abhalten sich an die Promotor-Region anzubinden. Gamarnik geht davon aus, dass derartige Moleküle eines Tages wirkungsvolle Medikamente gegen Dengue-Fieger ermöglichen werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hhmi.org/research/scholars/gamarnik_bio.html
http://www.genesdev.org

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