Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie: Fernunterricht ist moderner als sein Ruf - steigende Teilnehmerzahlen

26.11.2001


Befragung des DFV unter allen Fernunterrichtsanbietern - mehr Teilnehmer, mehr Anbieter, mehr Lehrgänge laut Fernunterrichtsstatistik

Fernunterricht ist moderner als sein Ruf: 76 Prozent aller deutschen Fernunterrichtsanbieter in Deutschland setzen bereits elektronische Medien in ihren Fernlehrgängen ein. 22 Prozent bieten sogar reine Online-Lehrgänge an. Das ergab eine im Oktober und November 2001 durchgeführte repräsentative Befragung des Deutschen Fernschulverbandes e.V. (DFV) unter 241 Fernunterrichtsanbietern. Laut amtlicher Fernunterrichtsstatistik stieg der Zahl der Teilnehmer für das Jahr 2000 gegenüber 1999 um 17,1 Prozent.

Lediglich 24 Prozent der Fernunterrichtsanbieter setzen noch keine elektronischen Medien ein. Als Begründung hierfür gaben mehr als die Hälfte an, im Moment keine akute Nachfrage nach dem Einsatz elektronischer Medien zu haben; 64 Prozent planen den Einsatz jedoch in spätestens zwei Jahren. 22 Prozent der Institute bieten zusammen bereits circa 200 reine Online-Lehrgänge an. Zur Erweiterung des klassischen Fernunterrichts mit Studienheften, Audio- und Videokassetten wurden im Laufe der letzten Jahre sukzessive moderne Medien wie Internet, E-Mail-Korrespondenz, CBT’s, WBT’s, Online-Studienzentren, Chatrooms und Videokonferenzen eingesetzt.

Aktuell unterstützen die Anbieter bereits 60 Prozent ihrer Fernlehrgänge durch E-Learning-Komponenten (Internet, E-Mail Korrespondenz, CBT, WBT u. a.), in fünf Jahren erwarten die Experten einen Zuwachs dieses Anteils von knapp 20 Prozent. Parallel entwickelt sich die Nutzung der elektronischen Angebote positiv: Während zur Zeit 40 Prozent der Teilnehmer die elektronischen Angebote nutzen, werden es in fünf Jahren bereits über 60 Prozent sein.

Dass Fernunterricht weiterhin auf Erfolgskurs ist, zeigen die Zahlen der aktuellen Fernunterrichtsstatistik: Die Zahl der Teilnehmer ist für das Jahr 2000 gegenüber 1999 um 17,1 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 150 878 Teilnehmer (Stand: 31. Dezember 2000) registriert. Die Neuanmeldungen stiegen sogar um 30,3 Prozent auf 104 844. 46 Prozent der Teilnehmer sind Frauen. Auch die Anzahl der Fernlehrinstitute steigt stetig: Die Anzahl der Fernlehrinstitute wuchs von 227 im Jahr 2000 auf 241 an (Stand: 1. November 2001). Die Fernstudierenden konnten 2000 aus 1572 Lehrgängen wählen, mittlerweile ist die Anzahl sogar auf 1687 angestiegen (Stand: 1. November 2001).

Auf der Pressekonferenz erneuerte der Verband seine Forderung nach einer Anerkennung des Fernunterrichts. Fernunterricht unterstütze in idealer Weise den notwendigen Paradigmenwechsel weg vom Lernen auf Vorrat, hin zum Lebenslangen Lernen. Zudem helfe der Fernunterricht das zunehmende Bedürfnis der Lerner nach individualisierter Betreuung und selbstbestimmten Lernprozessen umzusetzen. Der Einsatz der neuen Medien fördere diese Entwicklung.

Dr. Martin Kurz, Vorsitzender des DFV: "Internationale Vergleiche des Bildungsstandes, bei dem Deutschland zumeist unterdurchschnittlich abschneidet, zeigt, dass insbesondere Länder, die auf eine Stärkung des Fernlernens setzen, wie Norwegen, Schweden oder die Niederlande, deutlich erfolgreicher sind. Die PISA-Studie, die Anfang Dezember veröffentlicht wird, wird wahrscheinlich ähnliche Ergebnisse belegen. Die Politik muss für faire, dem Präsenzunterricht vergleichbare Bedingungen sorgen, um Deutschland insgesamt voranzubringen."

Kerstin Meier |
Weitere Informationen:
http://www.fernschulen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften