Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gutartige Brustknoten und Krebs hängen zusammen

22.07.2005



Atypische Formen erhöhen Krebsrisiko


Frauen, die unter bestimmten Formen gutartiger Brusterkrankungen leiden, haben ein deutlich höheres Brustkrebsrisiko. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Mayo Clinic gekommen. Das Erkennen der Krankheit und die genaue Überwachung dieser Frauen könnte, so die Wissenschafter, Leben retten. Obwohl die meisten nicht kanzerösen Brustknoten das Risiko einer zukünftigen Brustkrebserkrankung nicht erhöhen, zeigte sich, dass es bei rascher wachsenden und atypischen Formen durchaus der Fall war. Diese Ergebnisse behielten laut dem New England Journal of Medicine auch in Familien ohne entsprechende Vorgeschichte ihre Gültigkeit.

Auf die Lebenszeit gesehen liegt das Brustkrebsrisiko für Frauen bei eins zu neun. Die ersten Anzeichen können Knoten in der Brust sein. Vielfach sind diese Knoten nicht direkt kanzerös. Aus diesem Grund wurde angenommen, dass sie das zukünftige Risiko eines bösartigen Tumors nicht erhöhten. Die Wissenschafter untersuchten Biopsieproben von 9.087 Frauen zwischen 18 und 85 Jahren mit gutartigen Knoten in der Brust, die zwischen 1967 und 1991 in der Klinik behandelt worden waren. Ein Pathologe, dem die Diagnosen der Frauen nicht bekannt waren, wurde ersucht, die Läsionen in drei Gruppen einzuteilen: proliferativ, nicht proliferativ und untypisch. In einem nächsten Schritt wurde ermittelt, wie viele der Teilnehmerinnen in der Folge an Brustkrebs erkrankten. Für den Zeitraum von 15 Jahren wurden 707 Krebserkrankungen nachgewiesen. Mittels dieser Informationen konnte überprüft werden, ob die Kategorie der gutartigen Läsionen mit einem zukünftigen Krebsrisiko in Zusammenhang stand.


Frauen mit einer proliferativen oder untypischen gutartigen Tumorprobe erkrankten eher an Brustkrebs als Patientinnen mit nicht proliferativen gutartigen Brustknoten. Laut der Studie litten sechs von 100 Frauen mit einem nicht proliferativen gutartigen Brustknoten innerhalb von 15 Jahren an Brustkrebs. Bei den proliferativen Proben erkrankten 10 von 100 Frauen und bei untypischen gutartigen Brustknoten 19 von 100. Für Frauen des gleichen Alters lag das generelle Risiko einer Brustkrebserkrankung über die Dauer von 15 Jahren bei 5 von 100.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mayoclinic.org
http://content.nejm.org

Weitere Berichte zu: Brustknoten Brustkrebs Brustkrebserkrankung Brustkrebsrisiko Knoten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie