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Telefonieren im Auto vervierfacht Unfallrisiko

12.07.2005


Freisprechanlagen verringern die Gefahr nicht



Wissenschafter der University of Western Australia haben nachgewiesen, dass das Telefonieren während des Lenkens eines Fahrzeuges das Unfallrisiko vervierfacht. Zu diesem Ergebnis kam das Team durch die Analyse der Telefonrechungen von 456 Lenkern, die nach einem Verkehrsunfall in Perth ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Sicherheitsaktivisten wie ein Sprecher der Royal Society for the Prevention of Accidents fordern laut BBC, dass daher auch dass Telefonieren mit Freisprecheinrichtung verboten werden solle. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.



Bei jedem einzelnen Fahrer wurde die Telefonnutzung unmittelbar vor dem Unfall mit ähnlichen Fahrten vor 24 Stunden, drei Tagen und einer Woche vorher verglichen. Das Telefonieren zehn Minuten vor dem Unfall stand mit einer vierfach höheren Wahrscheinlichkeit eines Unfalls in Zusammenhang. Dabei spielte es keine Rolle, ob mit oder ohne Freisprecheinrichtung telefoniert wurde. Ähnliche Ergebnisse galten für den Zeitraum bis zu fünf Minuten vor einem Unfall. Die Wissenschafter um Suzanne McEvoy erklärten, dass immer mehr Fahrzeuge mit Freisprecheinrichtungen ausgestattet würden, das Unfallrisiko würde dadurch jedoch nicht verringert. "Steigt die Handynutzung durch die neuen Technologien an, könnte das sogar zu einer Erhöhung der Unfallzahlen führen." Eine mögliche Lösung des Problems könnte eine entsprechende Veränderung in der Bauweise von Handys sein. Die Wissenschafter gehen jedoch nicht davon aus, dass die Hersteller Geräte herstellen werden, die während der Fahrt nicht funktionieren.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uwa.edu.au
http://www.rospa.co.uk
http://bmj.bmjjournals.com

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