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Trendsetter Optische Technologien

09.06.2005


  • Studie zeigt: Neue Wege im betrieblichen Wissensmanagement


  • Erfahrungen von Weltmarktführern für KMUs von Nutzen

Eine neue Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eröffnet bei neun großen Unternehmen der Optischen Technologien einen Einblick in professionelle Aus- und Weiterbildung als wichtige Voraussetzung für einen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb. Die vom VDI Technologiezentrum herausgegebene Studie „Qualifizierungsbedarf Optische Technologien - Perspektive der Großunternehmen“ zeigt erstmalig, wie Personalentwicklungsstrategien, Personalmanagement zur Nachwuchssicherung und Weiterbildungsplanungen auf der Basis von Mitarbeitergesprächen umgesetzt werden. Dies geschieht systematisch und auf hohem Niveau. Die Großunternehmen sind in vielen Bereichen als Weltmarktführern aktiv.


Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen wird vielfach von Fach- und Führungskräften maßgeblich bestimmt. Die vom Institut für Wissenstransfer an der Universität Bremen durchgeführte Studie zeigt, wie führende Unternehmen zu Trendsettern in der Erprobung neuer Wege der Aus- und Weiterbildung werden und somit abgeleitete Erfahrungen auch für innovative, kleine und mittlere Unternehmen von Nutzen sind. Es werden zunehmend flexible, innovative Formen des Lernens entwickelt, die darauf zielen, Lernschritte in die Arbeit der Teams zu integrieren und Weiterbildungsinhalte nachvollziehbar aus der Arbeitssituation zu entwickeln.

Neben der akademischen Grundausbildung sind Inhouse-Schulungen, häufig durchgeführt von erfahrenen Kollegen aus der Forschung & Entwicklung, von großer Bedeutung. Der klassische Seminarbetrieb spielt bei spezifischem Weiterbildungsbedarf nur noch eine untergeordnete Rolle. Unternehmen experimentieren vielmehr mit neuen Formen des Know-how-Transfers „near and on the job“. Vor allem auf Vorgesetzte und ältere, erfahrene Mitarbeiter kommen in diesem innerbetrieblichen Wissensmanagement neue Anforderungen aber auch Wertschätzungen als Trainer und Mentoren zu. Die Studie zeigt, dass Weiterbildung sich umso mehr auszahlt, wenn sie systematisch und präventiv betrieben und auf die strategischen Ziele der Unternehmen ausgerichtet wird.


Ein aktives Personalmanagement zur Nachwuchssicherung beginnt bereits damit, dass Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden gewonnen werden. Regionale Kooperationsmodelle mit Universitäten und Fachhochschulen sind darauf gerichtet, an der Hochschule erworbenes Wissen innerhalb typischer technologischer Problemstellungen des Unternehmens in die Praxis umzusetzen. Weiterbildungsbedarfsermittlung und Personalentwicklungsstrategien sind in den untersuchten Großunternehmen eng mit komplexen Innovationsplanungen verknüpft. Diese zielen auf neue Produkte und Dienstleistungen, neue Geschäftsfelder und den weiteren Ausbau des eigenen Marktanteils.

Dr. Waldemar Baron | VDI - Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de

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