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Todesfalle langweiliger Arbeitsplatz

08.06.2005


Anspruchslose Beschäftigungen erhöhen das Risiko eines Herzinfarktes



Monotone, langweilige Arbeit kann das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden erhöhen, denn die anspruchslose Beschäftigung wird mit einer schnelleren und weniger veränderlichen Herzfrequenz in Verbindung gebracht. Dadurch können Herzerkrankungen ausgelöst werden. Dies berichtet ein Forscherteam des University College London.



Die britischen Forscher untersuchten 2.000 männliche Beamte und stellten fest, dass der einfache, untergeordnete Dienst in einer sozial niedrigen Position und die fehlende Kontrolle über das tägliche Aufgabengebiet zu einer unveränderlichen Herzfrequenz führten.
Die Veränderlichkeit der Herzfrequenz (Heart Rate Variabilty HRV) ist ein wichtiger Faktor der Herztätigkeit, denn sie gewährt die richtige Anpassung an aktuelle Anforderungen. Während des Sports muss das Herz beispielsweise schneller schlagen und mehr Sauerstoff in die Muskeln pumpen. "Eine herabgesetzte HRV ist demnach ein Zeichen, dass das Herz weniger anpassungsfähig ist und erhöht das Risiko einen unregelmäßigen Herzschlag - eine Arhythmie - zu entwickeln, was in weiterer Folge in extremen Fällen zum plötzlichen Tod führen kann", erklärte Studienleiter Harry Hemingway.


Bisherige Forschungsergebnisse belegen bereits, dass unterbezahlte Jobs, die nur einen geringen Bildungsgrad erfordern, das Herzinfarktrisiko erhöhen. Auch Depressionen werden mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. "Durch eine Veränderung der Arbeitsbedingungen könnte möglichen Herzerkrankungen vorgebeugt werden", resümierte Hemingway.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucl.ac.uk

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