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Nicht jeder Apfel ist gleich gesund

25.05.2005



Gesundheitlicher Nutzen variiert bei den einzelnen Sorten um bis zu 60 Prozent

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»Antioxidantien »Polyphenole

Jüngsten Forschungsergebnissen zu Folge unterscheiden sich Apfelsorten signifikant in ihrem Gehalt an gesundheitsfördernden Substanzen. Denn kanadische Forscher konnten nachweisen, dass die Menge krankheitsabweisender Antioxidantien und gesundheitsförderender Polyphenole bei den einzelnen Sorten um bis zu 60 Prozent variieren kann. Demnach zählen zu den gesündesten Äpfelsorten Red Delicious, Ida Red und Northern Spy. Die Experten von Agriculture and Agri-Food (AAFC) ermittelten auch die einzelnen chemischen Komponenten, die für die antioxidantive Wirkung verantwortlich sind. Die Ergebnisse der Studie werden am 29. Juni im Journal of Agricultural and Food Chemistry publiziert.

Die Experten untersuchten acht handelsübliche Apfelsorten - Red Delicious, McIntosh, Cortland, Northern Spy, Ida Red, Golden Delicious, Mutsu und Empire - um deren Gehalt an Antioxidantien zu ermitteln. Antioxidantien sind eine Gruppe chemischer Stoffe, die gesundheitsschädigende, instabile Moleküle - so genannte freie Radikale - neutralisieren können. Freie Radikale können Zellen und Zellgewebe schädigen und gelten als möglicher Auslöser für Herzerkrankungen, Prostata- und Dickdarmkrebs.


Die antioxidantive Wirkung von Äpfeln ist auf ihren Polyphenol-Gehalt zurückzuführen. Die Forscher konnten überraschend ermitteln, dass dieser jedoch stark variierte bei den getesteten Sorten. So hatten Red-Delicious-Äpfel eine zweifach stärkere antioxidantive Wirkung als Empire-Äpfel. Zudem enthält die Schale der Äpfel fünf Mal so viele Polyphenole als im Fruchtfleisch nachgewiesen werden konnte.

Die Polyphenole Epicatechin und Procyanidin B2 stellten sich als Hauptauslöser der antioxidantiven Wirkung heraus. "Wenn für die Kunden der Geschmack und die Sorte nicht kaufentscheidend sind, so haben sie den größten gesundheitlichen Nutzen wenn sie gezielt jene Apfelsorten aussuchen, die den höchsten Gehalt an Polyphenolen aufweisen", resümierte Studienleiter Rong Tsao.

Die Ergebnisse dieser Studie können zur Züchtung von speziellen hybriden Apfelsorten mit verstärkter antioxidantiver und gesundheitsfördernder Wirkung führen.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.agr.gc.ca

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