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Personalbeschaffung und Konkurrenz aus China und Indien als mögliche Wachstumsbarrieren für die High-Tech-Branche

29.04.2005


Deloitte Umfrage unter "Fast 500"-Chefs prognostiziert trotzdem starkes, organisches Wachstum

Entgegen den jüngsten düsteren Konjunkturprognosen für die deutsche Wirtschaft, stehen der High-Tech-Branche in punkto Wachstum rosige Zeiten bevor. Auch dieses Jahr hat Deloitte wieder die Unternehmenschefs der "Technology Fast 500" zu ihren Zukunftserwartungen befragt und stellte darauf basierend eine Prognose auf. Drei von vier CEOs gaben an, sie seien sehr zuversichtlich oder äußerst zuversichtlich, was das aktuelle Wachstum ihres Unternehmens betrifft.

Die Umfrage wurde im ersten Quartal 2005 von der Deloitte Technology, Media & Telecommunications (TMT) Group durchgeführt. Die "Technology Fast 500" sind die am prozentualem Umsatzanstieg gemessenen am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen im jährlichen, weltweiten Ranking von Deloitte.

Frank M. Hülsberg, Partner Technology, Media and Telecommunications von Deloitte kommentiert: "Die von uns befragten CEOs beurteilen die Aussichten ihrer jeweiligen Unternehmen optimistischer als in den letzten Jahren. Sie suchen vermehrt nach neuen Wachstumsmöglichkeiten. Gleichzeitig bevorzugen 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ein organisches Wachstum statt durch Akquisitionen zu wachsen. Ein rationaler Ansatz, der wohl darauf hindeutet, dass uns keine Wiederholung des Dot-Com-Fiebers ins Haus steht."

Die größte Wachstumsbarriere stellt nach Meinung der Firmenchefs die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern dar. Durch sie sollen ehrgeizige Wachstumsziele realisiert werden. Daneben ist die langfristige Bindung an das Unternehmen wichtig. Fast alle Befragten (94 Prozent) wollen sich dieses Jahr personell verstärken. Mehr als vier von zehn Teilnehmern planen mit Wachstumsraten von mindestens 25 Prozent. Sowohl in Nordamerika, EMEA als auch im Raum Asien/Pazifik bewerten die CEOs die Problematik, gute Mitarbeiter zu finden, wesentlich höher als in vorhergehenden Jahren.

"Möglicherweise befinden wir uns gerade in der Anfangsphase einer lang erwarteten weltweiten Personalknappheit. Das könnte mit den Wachstumsplänen der Unternehmensleitungen kollidieren. Besonders in Westeuropa wird die Zahl junger Berufsanfänger in den kommenden Jahren immer weiter zurückgehen. Angesichts des immer kleineren Angebots an qualifizierten Arbeitskräften wird das ’Talent Management’, also die unternehmensinterne Aus- und Weiterbildung, wahrscheinlich zu einer strategischen Notwendigkeit werden", so Hülsberg.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

  • Ein Drittel der befragten Unternehmen werten die "Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte" oder "konkurrenzfähige Produkte" als wichtigste Voraussetzung für gleich bleibende Wachstumsraten.
  • 60 Prozent glauben, dass sie weiteres Wachstum am besten in ihrer Heimatregion erzielen können.
  • Für CEOs aller Regionen ist es die wichtigste Aufgabe, Führungskräfte heranzubilden und Verantwortung an sie abzugeben; Profitabilität steht unmittelbar dahinter auf dem zweiten Platz.
  • Als problematisch gilt die zunehmende Konkurrenz aus Wachstumsländern wie Indien und China.
  • Für die Unternehmen in Europa und Nordamerika stellt die Beschaffung weiteren Kapitals zur Wachstumssicherung das größte Problem dar.

Hülsberg fährt fort: "Die Mehrzahl der befragten CEOs zeigte sich im Gegensatz zu den Umfrageergebnissen früherer Jahre nicht sonderlich besorgt über die derzeitige Wirtschaftslage. Der Gleichmut basiert möglicherweise auf der Überzeugung, dass sich der Technologie-Sektor zunehmend von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen abkoppelt. Den jeweils neuesten technischen Errungenschaften wird wohl eine besondere Bedeutung zukommen, da sie neue Marktchancen und Wettbewerbsvorteile schaffen."

Auf die Frage, welche Technologien kurzfristig in den nächsten zwölf Monaten und längerfristig innerhalb der nächsten drei Jahre das größte Wachstumspotenzial bieten, nannten die CEOs in beiden Fällen am häufigsten Internet- und IP-basierte Anwendungen. Die mobile Kommunikation belegte den zweiten Platz, außer in Asien/Pazifik. Dort teilen sich beide Technologien den ersten Platz.

Antonia Wesnitzer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

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