Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklung eines Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs

12.04.2005


Forscher des Arzneimittel- und Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline (GSK) prüfen zurzeit einen Impfstoff, der vor einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) schützen soll, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Für eine Phase III-Studie werden noch gesunde Frauen zwischen 15 und 25 Jahren gesucht, die sich impfen lassen.



Gebärmutterhalskrebs ist die weltweit zweithäufigste Krebsart bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich 6.000-7.000 Frauen daran. Verursacht wird die Erkrankung durch eine chronische Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV).



Drei von vier Frauen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV. Die meisten der über hundert verschiedenen Virentypen sind harmlos. Ein paar davon – Hochrisiko-Typen – können bei lang anhaltender (persistierender) Infektion nach einigen Jahren Gebärmutterhalskrebs verursachen; HPV 16 und 18 spielen dabei die größte Rolle. GlaxoSmithKline entwickelt zurzeit einen Impfstoff, der vor einer persistierenden Infektion mit HPV 16 und 18 schützen soll.

Sehr viel versprechend waren die Ergebnisse der Phase II-Studien: „Nahezu 100% der geimpften Frauen waren vor einer anhaltenden Infektion mit den beiden Hochrisikotypen HPV 16 und 18 geschützt“, erklärt Professor Torsten Strohmeyer, Leiter Forschung und Medizin bei GlaxoSmithKline. An der doppelblinden, kontrollierten Studie haben 1.113 Frauen zwischen 15 und 25 Jahren teilgenommen. Diese bekamen entweder drei Dosen der Vakzine oder ein Placebo zu den Zeitpunkten 0, 1 und 6 Monate. Dr. Diane Harper vom Norris Cotton Cancer Center der Dartmouth Medical School, federführende Autorin der Studie im Lancet, verwies auf die möglichen Konsequenzen dieses guten Therapieerfolgs: „Weltweit könnten damit rund 70 Prozent der Zervixkarzinome verhindert werden.“ Die Medizinerin ergänzte, dass nicht nur die erzielte Immunogenität sehr gut war, sondern sich die Vakzine auch als gut verträglich erwies, ernsthafte Nebenwirkungen traten nicht auf.

In Deutschland werden für die Teilnahme an Phase III-Impfstoff-Studien noch gesunde Frauen im Alter zwischen 15 und 25 gesucht. Ärzte und Interessierte können direkt bei GlaxoSmithKline unter der Servicenummer 0180/3456100 anrufen und sich informieren.

Wenn die Phase III-Studien die positiven Ergebnisse der früheren Studien bestätigen, rechnen die Forscher bei GlaxoSmithKline damit, den Impfstoff im Jahr 2007 auf den Markt zu bringen. Dann könnte zum ersten Mal Krebs mit einem Impfstoff verhindert werden – ein Meilenstein in der Medizin.

Unternehmensinformation

GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Unternehmen sind im Internet www.glaxosmithkline.de – GSK-Pharma - unter ’Presse’ abrufbar. Der Benutzername ist ’Journalist’, das Passwort ’Muenchen’.

Ansprechpartner für Journalisten:

Sonja Luz
PR Manager
Telefon: 089/360 44-8256
Fax: 089/360 44-8066
E-mail: Sonja.Luz@gsk.com

Florian Martius
Leiter Unternehmenskommunikation
Telefon: 089/360 44-8329
Fax: 089/360 44-8066
E-mail: Florian.Martius@gsk.com

Sonja Luz | GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.gsk.com
http://www.arzneimittelforscher.de

Weitere Berichte zu: Arzneimittel Gebärmutterhalskrebs HPV Impfstoff Infektion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise