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IDC-Umfrage in Westeuropa bestätigt Trend zu Geschäftsregel-Managementsystemen

04.02.2005


Verzicht kann zu erheblichen versteckten Kosten führen



IT-Entscheider in Westeuropa sehen Business Rule Management Systeme (BRMS) als Schlüsseltechnologie zur Kostensenkung, Fehlervermei-dung und Kürzung der Implementierungsdauer neuer Geschäftsregeln. Das bestätigt die jüngste IDC-Studie, für die im Auftrag von ILOG rund 100 IT-Fachleute nach ihrer Einschätzung der Bedeutung prozessabhängiger Herausforderungen befragt wurden. Die Studie ergab außerdem, dass Geschäftsregellösungen erheblichen Return-on-Investment (ROI) bieten. 64 Prozent der Befragten gaben an, mit ihrer regelbasierten Anwendung den erwarteten ROI erzielt oder sogar übertroffen zu haben.



Als europaweite Studie zur Anwendung und den geschäftlichen Erfordernissen an BRMS, untermauert die Untersuchung den wachsenden Bedarf für diese Technologie.

„Die Nachfrage nach Automatisierung von Entscheidungen innerhalb von Anwendungen und Prozessen ist sehr hoch. Die Gründe liegen vor allem in der Notwendigkeit, neue Gesetzgebung umzusetzen, Fehler in Prozessen auszumerzen und den Zeitbedarf für die Umsetzung einer neuen Regelung zu verkürzen,“ schreibt Rob Hailstone, IDC Director European Service Oriented Architecture and Application Platforms. Hailstone zufolge bestätigt dieser Trend, dass „die Abhängigkeit von Prozessautomatisierung der Notwendigkeit, Analyse, Design und Ausführung von Geschäftsregeln zu managen, wachsenden Nachdruck verleihen wird.“

Kostensenkung, Fehlervermeidung und -erkennung, und die Fähigkeit zur schnellen Umset-zung von Änderungen bei Regeln und Prozessen stechen als wichtigste Herausforderungen für die IT-Abteilungen heraus. Auf die Frage, wie sehr Geschäftsregellösungen helfen, diese Herausforderungen zu meistern, verwiesen die Befragten auf die nachgewiesenen Fähigkeiten von BRMS, Effizienz und Automatisierungsgrad zu erhöhen. Dieser Punkt wird durch die Ergebnisse zweier weiterer IDC-Studien unterstrichen, die in 2004 veröffentlicht wurden. Sie zeigten eine Verschiebung des Schwerpunkts in IT-Abteilungen weg von der Optimierung punktueller Aktivitäten hin zur Verbesserung der Effizienz und Effektivität ganzer mehrschrittiger Ende-zu-Ende-Prozesse. IDC erwartet, dass diese Entwicklung für einige weitere Jahre anhalten wird.

Über diese Erkenntnisse hinaus zeigt die Studie, dass Organisationen Geschäftsregeln derzeit vor allem in drei unterschiedlichen Zusammenhängen einsetzen: innerhalb von Standardsoftware, bei Datenbanklösungen und Legacy-Anwendungen. Hailstone weist jedoch darauf hin, dass „dort, wo die Regeln in der Applikation hart kodiert sind, der Aufwand, die Verzögerung und die Gefahr von Inkonsistenzen beim Regeleinsatz eine große Gefahr für das Unternehmen werden können.“ Dies unterstreicht das signifikante Potenzial für kommerzielle BRMS-Lösungen, die Flexibilität liefern, indem sie Management und Wartung von Regeln von der Applikation entkoppeln.

Auch der wachsende Bedarf nach BRMS-Lösungen für die häufige Änderung von Geschäftsregeln wird durch die Umfrage verdeutlicht. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer, die bisher noch keine Geschäftsregellösung einsetzen, würden häufiger Regeln ändern, wenn die Umsetzung einfacher und/oder billiger wäre. Rob Hailstone kommentiert, dass „dies die Automatisierung von Geschäftsregeln in ein neues Licht rückt. Das Fehlen einer effektiven Möglichkeit zur Automatisierung von Geschäftsregeln bedeutet, dass in der Hälfte aller befragten Unternehmen die Anpassung an veränderte geschäftliche Bedingungen behindert wird.“

Abschließend sagt Hailstone: „Unter Unternehmen gibt es ein offensichtlich wachsendes Bewusstsein dafür, dass sie sich schnell und kostengünstig Veränderungen anpassen müssen. Wir können daher sicher vorhersagen, dass der Einsatz von Business Rule Management Systemen in den kommenden Jahren steigen wird. In der Tat sollten Organisationen die versteckten Kosten berücksichtigen, die entstehen, wenn BRMS-Lösungen nicht eingesetzt werden. Unternehmen müssen realistisch sein, was die Anzahl von Regeländerungen angeht, die gemanaged werden müssen. Dies gilt auch für die Kosten, die sich durch die Weiternutzung bestehender Methoden ergeben, und die Kosten, die durch Verzögerung des BRMS-Einsatzes verursacht werden.“ Die vollständige Studie steht auf Anfrage zur Verfügung.

Monika Houser | ILOG Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.ilog.de

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