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Spielzeug hat einen bleibenden Einfluss auf das Gehirn

23.12.2004


Frühe Kenntnisse sind auch später noch abrufbar



Spielzeug, das den Geist eines kleinen Kindes anregt, kann die Gehirnfunktion auf Dauer fördern. Wissenschafter der Stanford University haben nachgewiesen, dass Fähigkeiten, die sehr früh erlernt werden, zu permanenten Änderungen in der Gehirnstruktur führen können. Die Ergebnisse, die auf einer Studie mit Eulen basieren, betonen laut BBC die Wichtigkeit der frühzeitigen Wahl des richtigen Spielzeugs. Der leitende Wissenschafter Eric Knudsen erklärte, dass das sehr frühe Lernen neuer Fähigkeiten die Neuronen dazu anregt, neue Verbindungen zu bilden, die im Erwachsenalter noch immer funktionieren. Details der Studie wurden in der Online Edition von Nature Neuroscience veröffentlicht.

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So genanntes pädagogisch wertvolles Spielzeug ist seit vielen Jahren beliebt. Viele Eltern kaufen es ihren Kindern, um ihnen in der Schule einen Vorsprung zu ermöglichen. Die letzten Studien zeigen jedoch, dass dieses Spielzeug auch jene Bereiche des Gehirnes fördert, die später für das Treffen von Entscheidungen eingesetzt werden. Knudsen erklärte, dass diese Forschungsergebnisse die Wichtigkeit der Investition in kindliche Erfahrungen bestätigen. "Frühes Lernen kann langfristige Auswirkungen auf die Architektur des Gehirns haben." In früheren Studien wies das Team mit jungen Eulen nach, dass sie rasch neue Fähigkeiten erlernten, die ältere Tiere verwirrt zurückließen. In den aktuellen Experimenten wurde überprüft, ob diese Vögel sich als erwachsene Tiere noch an diese Fähigkeiten erinnerten.

Die aktuelle Studie konzentrierte sich auf jenen Bereich des Gehirns der Eulen, der Schall zur Unterstützung der Jagd nutzt. Die Tiere erstellen aus den Geräuschen, die sie hören, eine Art von Abbildung. Dazu gehören zum Beispiel Geräusche einer Maus oder von Blättern. Die Forscher rüsteten die Vögel mit speziellen Brillen aus, die die Welt auf eine Seite kippen ließen und so die in den Gehirnen eingeprägten Landkarten empfindlich störten. Sahen die Tiere durch die Brillen, schien eine seitlich positionierte Maus sich gerade vor ihnen zu befinden. Die Eulen waren verwirrt und die Beute entkam. Zur Lösung dieses Problems schuf das Gehirn der Tiere schrittweise eine neue Landkarte der Geräusche, die den verzerrten Bildern entsprach. Wurden die Brillen wieder entfernt, kehrten die Vögel wieder zu der ursprünglichen Struktur zurück. Entscheidend war jedoch, dass die Eulen sich später beim Tragen der Brillen wieder an ihre frühren Erfahrungen erinnerten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.stanford.edu
http://www.nature.com/neuro

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