Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Käse hat’s in sich - viele wertvolle Käse-Inhaltsstoffe sind wenig bekannt

02.09.2004

Dass Käse Eiweiß und Calcium enthält, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dass noch viel mehr in den goldgelben Powerpaketen steckt, ist vielen Verbrauchern nicht klar, ergab eine repräsentative Befragung der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH.

Nach den Inhaltsstoffen von Käse gefragt, gab jeder zweite der Befragten Milchfett an, das den Käse leicht verdaulich macht. 41 Prozent beziehungsweise 31 Prozent wussten, dass Eiweiß und Calcium wichtige Inhaltsstoffe von Käse sind. Die im Käse enthaltenen Proteine sind dem körpereigenen Eiweiß sehr ähnlich und können daher vom Organismus besonders gut verwertet werden. Calcium ist in keinem anderen Lebensmittel so reichlich vorhanden wie in Käse und Milchprodukten. Der Mineralstoff festigt Knochen und Zähne und ist an der Steuerung wichtiger Funktionen im Nervensystem, in der Muskulatur und an der Blutgerinnung beteiligt.

... mehr zu:
»Calcium »Eiweiß »Vitamin

Immerhin noch 28 Prozent der Befragten wussten, dass auch Vitamine im Käse stecken - genauer gesagt sind es vor allem Vitamin A und die Vitamine B2 und B12. Vitamin A ist für das Wachstum, das Immunsystem und den Sehvorgang von Bedeutung, die B-Vitamine werden für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper gebraucht. Und nicht zuletzt stecken auch wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Phosphor sowie die Spurenelemente Eisen, Kupfer und Zink im Käse. Kurz: Käse ist ein Konzentrat aus den wertvollen Inhaltsstoffe der Milch und sollte täglich auf den Tisch kommen.

Abwechslung ist bei der großen Vielfalt von Käsesorten in Deutschland garantiert. Zu den bekanntesten deutschen Sorten zählen Tilsiter, Limburger, Allgäuer Emmentaler, Harzer Roller und Allgäuer Bergkäse mit einem Bekanntheitsgrad zwischen 76 und 90 Prozent, so ein weiteres Umfrageergebnis. Der pikante Romadur sowie der fettarme Handkäse sind zwei Dritteln der Befragten ein Begriff. Regionaltypische Spezialitäten Weißlacker, Wilstermarschkäse und Steinbuscher kennen immerhin noch zehn Prozent der Studienteilnehmer. Der würzige Weißlacker ist außerhalb des Freistaats als bayerischer Urtyp offensichtlich noch ein Geheimtipp. Dabei passt der Schnittkäse mit der lackartigen, weißen Rinde hervorragend zu Bier - und das wird schließlich in ganz Deutschland gern getrunken. Aus dem hohen Norden kommt der Wilstermarschkäse, der bei den Nordlichtern als milder Frühstückskäse bekannt und beliebt ist. Und auch der backsteinförmige, milde Steinbuscher kann eine lange Tradition vorweisen, die bis ins Jahr 1860 zurück reicht.

Dass auch im Norden und Osten Deutschlands viele Käsespezialitäten zu Hause sind, wissen die wenigsten Verbraucher. Nach wie vor ist das Allgäu mit 95 Prozent die mit Abstand bekannteste deutsche Käseregion, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. In der Rangliste folgt Bayern (76 Prozent) und der Harz mit seiner Spezialität "Harzer Roller". Immerhin 73 Prozent kennen den Harz als Region mit Käsetradition. Es folgen das Münsterland und der Schwarzwald, bevor mit dem Ammerland und Schleswig-Holstein auf den Plätzen sechs und sieben die ersten norddeutschen Käseregionen auftauchen. Auch ostdeutsche Regionen wie der Odenwald (Spezialität: Odenwälder Frühstückskäse), Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen haben sich über ihre Landesgrenzen hinaus noch nicht als Käseregionen herumgesprochen. Neben den gut bekannten Klassikern gibt es also noch viele neue Sorten deutscher Käsekunst aus allen Teilen des Landes zu entdecken.

| CMA
Weitere Informationen:
http://www.deutscher-kaese
http://www.cma.de

Weitere Berichte zu: Calcium Eiweiß Vitamin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten