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Verbraucherausgaben bringen US-Medien mehr als Werbung

02.08.2004


Konsumenten zunehmend bereit für Information und Unterhaltung zu bezahlen



Medienunternehmen haben in den USA im vergangenen Jahr mehr durch den Verkauf ihrer Produkte als mit Werbung eingenommen. Die Einnahmen aus Abonnements (Pay-TV, Internet), DVD und anderen Verbraucherausgaben für Medien (z.B. Games) haben laut einer aktuellen Studie von Veronis Suhler Stevenson im Jahr 2003 der US-Medienindustrie insgesamt 178,4 Mrd. Dollar eingebracht, berichtet die Financial Times (FT). Das entspricht einem Wachstum von 6,5 Prozent, mehr als doppelt so viel wie das Wachstum der Werbeausgaben (3,2 Prozent) und in Summe erstmals mehr als die gesamten Werbeeinnahmen von 175,8 Mrd. Dollar. Darin sei ein Trend weg von der Werbung und hin zum Konsumenten zu erkennen.



US-Konsumenten haben laut Studie im vergangenen Jahr 2,25 Prozent ihres verfügbaren Budgets für Kommunikation und Medien ausgegeben, was einer Verdoppelung in den vergangenen 25 Jahren entspricht. Während das Wachstum von Zeit und Geld, das US-Konsumenten für werbebasierte Medien wie TV via Hausantenne, Radio, Zeitungen und Magazine relativ flach verläuft, steigen die Ausgaben für bezahlte Medieninhalte rasant (Pay-TV, Internet, Kino, DVD, Computerspiele, etc.), so die FT. Inzwischen machen Verbraucherausgaben bereits 27,5 Prozent aller US-Medienumsätze im Jahr 2003 aus. Dies zeige die zunehmende Bereitschaft der Konsumenten für Information und Unterhaltung, die von Interesse sind, auch zu bezahlen. Dadurch werde auch die immer mehr als Belästigung empfundenen Flut an Werbung umgangen. Die veränderte Umsatzstruktur macht den Kunden damit auch in der US-Medienindustrie immer mehr zum König, der die Herrschaft der Werbewirtschaft bedroht, so die FT,. Die Studie geht davon aus, dass der durchschnittliche US-Konsument ab 2008 jährlich rund 1.000 Dollar und 4.000 Stunden in Medienkonsum investiert.

Angesichts dieser Entwicklung bastelt die Werbewirtschaft an neuen Möglichkeiten ihre Zielgruppen zu erreichen. Neben neuen Werbeformen im Internet wird auch versucht Werbung auf DVDs unterzubringen. Auch Werbung in Computerspielen wird immer interessanter. Diesen Bestrebungen der Werbeindustrie stehen die Produzenten jedoch oft mit Skepsis gegenüber, weil sie befürchten, zu viel Werbung könnte ihre Kunden abschrecken und ihre gut laufenden Geschäfte beeinträchtigen

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.veronissuhler.com
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=040728012

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