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Fast 4.000 Briten tragen vCJD-Prionen in sich

21.05.2004


Neue Schätzung beruht auf Biopsien



Fast 4.000 Briten zwischen 10 und 30 Jahren tragen jene Prionenproteine in sich, die die menschliche Form des Rinderwahns verursachen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Derriford Hospital gekommen. Die neue Schätzung beruht auf der direkten Analyse menschlicher Biopsien. Die Wissenschaftler entdeckten drei infizierte Mandel- oder Blinddarmproben bei einer Gesamtmenge von 12.674 zwischen 1995 und 1999 gesammelten Proben. Aufgrund der wenigen nachgewiesenen positiven Proben bleibt die angenommene Gesamtzahl von 3.808 spekulativ. Zusätzlich muss das Insichtragen von Prionen nicht unbedingt zu einer Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) führen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Pathology veröffentlicht.

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Der leitende Wissenschaftler David Hilton betonte laut NewScientist, dass nur eine der drei positiven Proben dem üblichen Muster einer Prionenakkumulation bei bestätigten vCJD-Fällen entsprach. Die beiden anderen wiesen Unterschiede auf. Das könnte bedeuten, dass es sich um falsch positive Ergebnisse handelt. Sollte das der Fall sein, verringert sich die vorhergesagte Häufigkeit um zwei Drittel von 237 pro Million britischer Bürger auf 79 Personen pro Million. Die aktuelle Studie konzentrierte sich auf erhaltene Proben von Personen, die während der Kindheit und dem frühen Erwachsenenalter starken Kontakt mit verseuchtem Rindfleisch hatten. Die geringe Anzahl von drei positiven Ergebnissen lege laut Hilton nahe, dass Kuhprionen aufgrund der zwischen den Arten bestehenden Barriere selten von Rindern auf den Menschen übertragen werden.

Die Zahl der gemeldeten vCJD-Fälle sinkt derzeit weiter von 28 Todesfällen im Jahr 2000 auf 18 im Jahr 2003. 2004 sind bisher zwei Menschen an dieser Krankheit gestorben. Vorläufige Ergebnisse der aktuellen Studie veranlassten die Health Protection Agency 2003 eine weitaus größere Studie basierend auf 100.000 frisch gesammelten Mandel-Proben zu starten. Viele dieser Proben werden jedoch laut Hilton von Kindern stammen, deren Nahrung frei von jenen Prionen ist, die BSE auf den Menschen übertragen haben sollen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.plymouthhospitals.org.uk
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/jhome/1130
http://www.hpa.org.uk

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