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Der westeuropäische Markt für Leuchten, Lampen und Beleuchtungssteuerungen

04.05.2004


Unter erheblichem Druck steht derzeit der westeuropäische Markt für Leuchten, Lampen und Beleuchtungssteuerungen, der im Jahr 2003 einen Gesamtumsatz von 9,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete. Gerade einmal 0,4 Prozent Wachstum konnte er im Zeitraum 2002-2003 verbuchen. Immerhin geben zumindest Teilbereiche wie das expandierende Segment der Beleuchtungssteuerungen und das stabile Lampensegment, die zusammen die sinkende Nachfrage nach Leuchten ausgleichen, auch Anlass zu Optimismus. Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (www.frost.com) dürfte das Wachstum des Gesamtmarktes letztlich von der Fähigkeit abhängen, technologisch anspruchsvolle, innovative Produkte zu entwickeln.




In den Jahren 2002-2003 litt der Markt unter Sättigungstendenzen, zurückgehender Nachfrage und fallenden Preisen. Die Umsätze sanken vor allem wegen des fehlenden Wachstums in der Bauwirtschaft, dem wichtigsten Anwendungssektor, und geringerer öffentlicher Ausgaben. Durch die Flut billiger asiatischer Importe, die auf das untere Ende des Marktes zielen, nahm der Preisdruck weiter zu. Verstärkt wurde er noch einmal durch die Preissenkungen, mit denen die europäischen Hersteller zu reagieren versuchten.



Energieeinsparung als Verkaufsargument

Gleichzeitig wurde die Nachfrage nach Premium-Produkten durch die globale Wachstumsschwäche beeinträchtigt. Allerdings deuten die Trends auf eine mittelfristige Erholung hin. Schon jetzt erfreuen sich energiesparende Geräte einer kräftigen Nachfrage, und der Absatz technologisch anspruchsvollerer Produkte dürfte in den nächsten vier bis fünf Jahren an Dynamik gewinnen.

"Da die Preise am unteren Ende aller Marktsegmente rückläufig sind, können nur Produktinnovation und -differenzierung neue Perspektiven für die Unternehmen eröffnen", ist José Melero-Mart, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan und Autor der Analyse, überzeugt.

Koautorin Gaia Nocchi ergänzt: "Wenn die Zukunft auch für teure Hightechprodukte in der Innovation liegt, wie es der jüngste Erfolg energiesparender Technologien gezeigt hat, dann müssen die Hersteller entsprechend handeln, indem sie sich an der Nachfrage orientieren, neue Produkte zu vernünftigen Preisen einführen, die Anwender informieren und ihnen genau erklären, wo die Vorteile einer Modernisierung liegen könnten."

Preisniveau bei Beleuchtungssteuerungen stabilisiert

Im Segment der Beleuchtungssteuerungen, das inzwischen für einen wachsenden Anteil am Gesamtumsatz aufkommt, stabilisiert die insgesamt und besonders bei technologisch anspruchsvolleren Produkten zunehmende Nachfrage das Preisniveau. Anreize für den Einsatz energiesparender Beleuchtungssteuerungen bieten sowohl die steigenden Energiepreise als auch technologische Verbesserungen an den Produkten.

"Zum Beispiel verbindet die neue digitale adressierbare Beleuchtungsschnittstelle (digital addressable lighting interface - DALI) erfolgreich die besten Errungenschaften auf dem Gebiet der Lichtmanagementsysteme und Schaltgeräte und ermöglicht eine komplette Beleuchtungssteuerung bei hoher Flexibilität, verbesserter Lichtleistung sowie maximaler Energieeinsparung", erläutert Melero-Mart.

Energiesparlampen liegen im Trend

Gestützt auf eine stabile Nachfrage und das erwartete Anziehen der Preise durch die Einführung neuer Technologien, soll auch der Umsatzanteil von Lampen am Gesamtmarkt wachsen. Kontinuierliche Produktentwicklung ist in diesem gesättigten Segment ein entscheidender Wachstumsfaktor. Auch hier sollen Produkte mit verbesserter Energieausbeute starke Zugewinne verzeichnen. Entsprechend der ökologisch und wirtschaftlich motivierten Nachfrage bewegt sich der Markt in Richtung energiesparender Hochleistungslampen. Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) sollen zusammen mit der Metallhalogen- und der Leuchtdioden-(LED-)Technologie eine entscheidende Rolle bei der Verfestigung dieses Trends spielen.

Leuchtensegment verliert Gesamtmarktanteile

Der Marktanteil der Leuchten soll von knapp über 50 Prozent im Jahr 2003 kontinuierlich zurückgehen. Der lahmende Bausektor, sinkende Preise und der vorübergehende Stillstand im Segment der Effektbeleuchtung tragen zu einer Schwächung des Umsatzwachstums bei. Sinkende öffentliche Investitionen beeinträchtigen zusätzlich die Nachfrage nach Außenleuchten.

Daneben sind jedoch auch einige ermutigende Trends zu verzeichnen. Modernisierungen mit Produkten höherer Qualität, die verbesserte Energieeinsparmöglichkeiten bieten, sollen dem Leuchtenmarkt zugute kommen. Das gewachsene Energiebewusstsein soll ebenfalls neue Anwendungsfelder bei der Beleuchtung von Gebäudefassaden eröffnen.

Wettbewerbsstruktur in den Teilmärkten sehr unterschiedlich

Anders als im stark fragmentierten Leuchtensegment ist die Wettbewerberstruktur auf dem Lampen- und dem Steuerungsmarkt ziemlich kompakt. Nur wenige große Hersteller wie Philips, Osram, GE Lighting und Sylvania Lighting (SLI) auf dem Lampenmarkt und Philips, Vosslo und Tridonic (Zumtobel) auf dem Steuerungsmarkt verkaufen in Europa nennenswerte Stückzahlen.

Dagegen gibt es trotz einiger Konsolidierungstendenzen immer noch über 8.000 aktive Leuchtenhersteller. Außerdem hat die Konsolidierung keine völlig befriedigenden Antworten auf die jüngsten Probleme des Marktes gegeben. Zumtobel beispielsweise wurde zwar durch die Übernahme des britischen Herstellers Thorn zum europäischen Marktführer, musste jedoch trotzdem noch um jede einzelne Marke, Produktlinie und zum Teil sogar um jedes Produkt kämpfen. Erfolgreichere Übernahmen haben zwischen mittelständischen Unternehmen stattgefunden, wo Koordination und Integration leichter zu erreichen waren.

Abschließend rät Nocchi: "Produkte, deren Vorteile hauptsächlich in der Qualität liegen und nicht quantifiziert werden können, werden sich zwar voraussichtlich viel langsamer durchsetzen, doch wer auf die auf die richtigen Anwender setzt und das ausbaut, was bisher nur Nischensegmente sind, dürfte dann auch langfristig Erfolg haben."

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan gerne eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Beleuchtungsmarkt in englischer Sprache. Anfragen können gerichtet werden an: Stefan Gerhardt, Frost & Sullivan - Corporate Communications (stefan.gerhardt@frost.com).

Titel der Analyse: European Lighting Equipment Market, (Report B270), Preis der Analyse: Euro 5.550,--

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan

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