Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologiedienst: Deutschland fehlt effiziente Patentvermarktung

16.02.2004


Der Deutsche Technologiedienst sieht Nachholbedarf in Deutschland bei der Umsetzung von technischen Innovationen. «Es gibt genug Ideen, aber es fehlt an einer professionellen Vermarktung», sagte der Geschäftsführer des Deutschen Technologiedienstes (dtd), Markus Mann, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in München. Forschung und Industrie würden nicht effizient genug zusammengebracht, vor allem die Bürokratie wirke als Hemmschuh. «Wenn man nicht gegensteuert, wird der Zug nicht nur abgefahren sein, der Rauch wird schon verweht sein.»



Aktuell sei das Wort Innovation in aller Munde, doch fehle es an einer durchdachten öffentlichen Förderung, bemängelte Mann. Vorbild seien neben den USA auch die skandinavischen Länder. «Dort bestehen die Netzwerke viel länger und funktionieren viel direkter.»



Der Deutsche Technologiedienst übernimmt für Kunden aus der Wirtschaft, die Lösungen für technische Problemstellungen suchen, Recherchen und bietet Zugriff auf einen Kontakte-Pool. Außerdem vermittelt das privatwirtschaftliche Unternehmen Patente und Lizenzen aus aller Welt. «Wir verfügen derzeit über rund 13 000 Ansprechpartner», sagte Mann. Die meisten Anfragen kämen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Verfahrenstechnik.

Seit der Neugründung des Unternehmens im Rahmen eines Management- Buy-Outs im Oktober vergangenen Jahres habe der Deutsche Technologiedienst mit seinen sechs festen und 12 freien Mitarbeitern gut 90 Anfragen bearbeitet. Das Unternehmen stellt seinen Auftraggebern die Zeit in Rechnung, die für die Bearbeitung von Anfragen benötigt wird. Eine finanzielle Beteiligung an den vermittelten Patenten oder Lizenzen wird nicht eingefordert.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der dtd einen Umsatz von 500.000 Euro. «Langfristig ist das Unternehmen sicher gut für 10 bis 15 Millionen Euro», sagte Mann. Auch wenn in den kommenden Monaten öffentliche Fördermittel ausblieben, reiche die derzeitige finanzielle Ausstattung mindestens bis zur Jahresmitte. «Wir gehen davon aus, dass wir die Gründungsphase überleben.» Ziel sei grundsätzlich, öffentliche Fördermittel einzuwerben. Eine finanzielle Beteiligung größerer Unternehmen gefährde dagegen die Unabhängigkeit des dtd und sei daher weniger wünschenswert.

| pro-physik.de
Weitere Informationen:
http://www.dtdienst.de
http://www.pro-physik.de

Weitere Berichte zu: Fördermittel Lizenz Patent Patentvermarktung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise