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22 Patentverwertungsagenturen (PVAs) Deutschlands bewertet: BayernPatent belegt 1. Platz

09.12.2003


Im Abschlussbericht der von der Kienbaum Management Consultants GmbH durchgeführten Bewertung "Entwicklung, Erhebung und Auswertung von Kriterien zu Leistungsfähigkeit und Erfolg der Patent- und Verwertungsagenturen" liegt BayernPatent in der Gesamtwertung auf dem Spitzenplatz.


Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bewertete die Kienbaum Management Consultants GmbH alle 22 Patentverwertungsagenturen (PVAs) in Deutschland, die seit Anfang 2001 im Rahmen der Verwertungsoffensive gefördert worden waren.

Als Grundlage für die Entscheidung über Art und Umfang der Fortsetzung der Förderung der PVAs wurden zuerst die Kriterien der Bewertung entwickelt und dann daran die Leistungsfähigkeit und der Erfolg der einzelnen Agenturen gemessen. In den drei Teilbereichen Akquisition, Patentierung und Verwertung wurde jeweils ein Zielsystem mit zugehörigen Erfolgskriterien entwickelt.


19 von insgesamt 22 Patent- und Verwertungsagenturen in Deutschland liegen oberhalb eines von Kienbaum definierten Standards (100 Punkte). Die Patent- und Verwertungsagentur BayernPatent (Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung) liegt mit 150 erreichten Punkten auf Platz eins der Gesamtwertung. Knapp dahinter folgen die PVAs ipal Berlin und Innovationsgesellschaft Hannover auf den Plätzen zwei und drei mit jeweils 148 bzw. 147 Punkten.

Die Bewertung kommt auch zum Schluss, dass die Patent- und Verwertungsagenturen seit Beginn der Verwertungsoffensive im Jahr 2001 sehr viel erreicht haben und es ihnen gelungen ist, Akzeptanz und Vertrauen aufzubauen und sowohl von den Universitäten und Wissenschaftlern als auch den Unternehmern als Verhandlungspartner und Dienstleister anerkannt zu werden.

BayernPatent

Die Bayerische Hochschulpatentinitiative wurde vor drei Jahren durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und durch die Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung PST initiiert. Inzwischen findet zur Finanzierung durch das Land Bayern eine Kofinanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) statt.

Als eine der größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland verfügt BayernPatent über zehn Erfinderberater an neun Standorten in ganz Bayern und acht Patentmanager im zentralen Patent- und Lizenzbüro welches an der Fraunhofer-Patentstelle in München angesiedelt ist. Mit einem jährlichen Forschungsbudget von rund 1,5 Milliarden Euro und ihren rund 16 000 Wissenschaftlern, die in patentrelevanten Bereichen arbeiten, stellen die Universitäten und Fachhochschulen den leistungsstärksten Innovationspool für Technologien des Freistaats Bayern dar.

Zurzeit hält BayernPatent in seinem Portfolio mehr als 100 Patentfamilien. Hierbei sind alle wichtigen und wirtschaftlich relevanten Marktsegmente vertreten: Biotechnologie, Chemie, Physik, Elektronik, Maschinenbau, Informationstechnologien, Werkstoffwissenschaften und Medizintechnik.

Weitere wissenschaftliche Gruppen werden an der Fraunhofer-Patentstelle betreut. Diese Technologietransfer-Einrichtungen sind die Patent- und Lizenzagentur im Deutschen Humangenomprojekt (PLA), das Büro für Technologietransfer im Nationalen Genomforschungsnetz (TT-NGFN) und die beiden Patentverwertungsagenturen ForschungsPatent und KlinikPatent, die bundesweit zahlreiche Forschungseinrichtungen und Kliniken betreuen.

Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Knappe, Tel. 089-1205-6600, Fax -6801, Email: wolfgang.knappe@pst.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayernpatent.de
http://www.pst.fraunhofer.de

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