Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Benutzeroberfläche ist das größte Risiko bei der Arbeitssicherheit

09.04.2003


Rund 1,3 Milliarden Euro Schaden entstehen deutschen Unternehmen jährlich durch Arbeitsunfälle. Vier von fünf der rund 985.000 Unfälle sind auf Bedienungsfehler an Maschinen zurückzuführen.

Dabei sind rund 90 Prozent der Fehlbedienungen schon bei der Entwicklung der Maschinen vorprogrammiert, so die Einschätzung der SirValUse Consulting GmbH. Der Grund: Eine gute Benutzeroberfläche wird bei der Konzeption neuer Maschinen häufig nicht mitbedacht. SirValUse prüft mit wissenschaftlichen Methoden die Bedienbarkeit von Geräten und die Verständlichkeit der Benutzerführung.

Der Anteil der sogenannten verhaltensbedingten Unfälle steigt: Mittlerweile entstehen etwa 60 bis 80 Prozent der Schäden dadurch, dass Mitarbeiter die Kontrolle über die Maschine verlieren. Dabei liegt das Problem in den meisten Fällen nicht beim Mitarbeiter: Eine schlechte Konzeption der Benutzeroberfläche der Maschinen macht die Bedienung häufig komplexer und schwieriger als nötig. Bedienungsfehler und Unfälle sind vorprogrammiert. Die Folge sind hohe Kosten durch Personenschäden und Produktionsausfälle. Das Problem: Bei der Entwicklung steht die Technik im Vordergrund. Der Mensch wird häufig nur als Erweiterung der Maschine gesehen. Dabei kann eine am Menschen orientierte Benutzeroberfläche erhebliche Kosten sparen. Gehen dadurch die verhaltensbedingten Unfälle um nur 10 Prozent zurück, lassen sich rund 100 Millionen Euro an Ausfallkosten bei der Produktion sparen, so die Experten von SirValUse. Zudem steigert eine optimierte Benutzeroberfläche die Arbeitsproduktivität der Mitarbeiter. Möglich wird die Optimierung der Mensch-Maschine-Schnittstelle durch sogenannte Usability-Tests. Dabei wird die Benutzeroberfläche anhand praktischer Versuche systematisch auf Fehler untersucht. Professionell begleitet, lassen sich so die Schwächen aufspüren, die zu Bedienungsfehlern führen können. Anhand praktischer Verbesserungsvorschläge können die Hersteller anschließend die Benutzeroberfläche optimieren. Trotz der umfangreichen Tests betragen die Kosten dafür nur einen Bruchteil von etwa fünf Prozent der gesamten Entwicklungskosten eines neuen Geräts, so die Einschätzung von SirValUse.

Maren Meyer | SirValUse Consulting GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Metamaterial mit Dreheffekt

24.11.2017 | Materialwissenschaften

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten