Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Europamarkt für Fluorpolymere

28.01.2003


Die europäischen Hersteller von Fluorpolymeren konnten in den vergangenen Jahren nur geringe Umsatzsteigerungen verbuchen. Im Jahr 2001 lag die Wachstumsrate aufgrund der geringen Nachfrage von Seiten der Endnutzer unter drei Prozent. Gemäß der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://chemicals.frost.com) gibt es allerdings Grund zum Optimismus: In ihrer neue Analyse prognostiziert sie dem Europamarkt Volumenzuwächse von ca. fünf Prozent in den kommenden drei Jahren.



Der Erfolg wird sich allerdings nicht von selbst einstellen, wie Research Analyst Ivan Fernandez kommentiert: "Ob sich der Markt tatsächlich so entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, ob es den Anbietern von Fluorpolymeren gelingt, die Verarbeitbarkeit, die Bindefähigkeit und die mechanischen Eigenschaften ihrer Harze zu verbessern. Dies erfordert nicht nur ein verstärktes Engagement im Bereich Forschung und Entwicklung, sondern auch ein tieferes Verständnis dessen, was die Endnutzer von den Produkten erwarten."



Autoindustrie sorgt für Aufschwung

Größter Zielmarkt für Fluorpolymere und damit der Hauptgrund für einen konsequenten Ausbau der Anwendungspalette ist die Autoindustrie. Als wichtigste Chancen für die Zulieferer sieht Fernandez die Bestrebungen der Branche zur Reduzierung der Emissionswerte und zur Erhöhung der Kraftstoffeffizienz. Letzteres Ziel lässt sich unter anderem dadurch erreichen, dass Metallkomponenten zunehmend durch Plastikteile ersetzt werden, wodurch die Fahrzeuge leichter werden. Niedrigere Emissionswerte dagegen erfordern sowohl bei Benzin- als auch bei Dieselsystemen eine Erhöhung des Permeationswiderstandes.

Gebrauchsgut Pkw

Langfristig geht der stärkste Impuls für den erhöhten Einsatz von Fluorpolymeren in der Autoindustrie von der prognostizierten Expansion der Pkw-Märkte in Asien, Mittel- und Südamerika und Afrika aus. In diesen Regionen zeichnet sich bei Pkw ein Wandel vom Luxus- zum unverzichtbaren Gebrauchsgut ab, was letztendlich auch die Nachfrage nach Kunststoffen nach oben treibt.

Hohe Kosten drücken den Absatz

Trotz aller positiven Signale gibt es laut Frost & Sullivan auch eine erhebliche Wachstumsbremse: Während die meisten Hersteller von Fahrzeugmodulen mit der Qualität und Leistung der Fluorpolymere durchaus zufrieden sind, sprechen für sie die hohen Kosten gegen einen Einsatz der Materialien in zusätzlichen Anwendungen.

Zielmarkt Halbleiterbranche

Neben der Autoindustrie nennt Frost & Sullivan den Elektronikmarkt und hier vor allem die Halbleiterbranche als weiteren wichtigen Zielsektor. Abgesehen vom generellen Trend zum Ersatz von Metall durch Plastik profitieren die Anbieter davon, dass sich Fluorpolymere flexibel an die jeweiligen Anforderungen der Endnutzer anpassen lassen.

Größter Anbieter im Europamarkt für Fluorpolymere ist derzeit DuPont. Den zweiten Rang behauptet seit seiner kompletten Übernahme von Ausimont das Unternehmen Solvay Fluoropolymers. Daneben gibt Frost & Sullivan innerhalb der Analyse weiteren Aufschluss über die Wettbewerbsstruktur sowie jüngste Konsolidierungsaktivitäten.


Titel der Analyse:
Opportunities for European Fluoropolymers Market (Report B131)


Weitere Informationen:

Katja Feick
Public Relations Executive

Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel. 069-77033-12
Fax 069-234566

katja.feick@frost.com

| Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.presse.frost.com
http://chemicals.frost.com

Weitere Berichte zu: Autoindustrie Endnutzer Europamarkt Fluorpolymere

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie