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Strategiewechsel in der Finanzbranche: exklusive Finanzplanung jetzt fuer jedermann

28.10.2002


Im Kampf um Kundentreue haben Banken, Versicherungen und Finanzvermittler eine neue Strategie. Sie wollen die private Finanzplanung, das so genannte Financial Planning, für alle Kundengruppen anbieten. Damit wandelt sich das exklusive Angebot für das vermögende Segment zu einem Kundenbindungsinstrument für die breite Kundschaft. Das Ziel: Sie wollen zum alleinigen Ansprechpartner ihrer Kunden in allen finanziellen Fragen werden. Das sagten 57 Prozent der Manager deutscher Finanzdienstleister in einer aktuellen Studie von Mummert Consulting. Möglich wird dies unter anderem durch standardisierte Beratungsservices im Internet.


Die Finanzdienstleister bescheinigen dem Financial Planning für die kommenden fünf Jahre eine zunehmende Bedeutung. Für knapp drei Viertel ist das Financial Planning vor allem ein Instrument zur Steigerung der Kundenbindung. Mit dem Umdenken verwerfen die Entscheider die alte Ansicht, Finanzplanung sei ausschließlich ein Angebot für komplexe und überdurchschnittlich große Vermögen.

Jetzt sollen auch andere Kundengruppen neugierig auf die bislang exklusive Dienstleistung gemacht werden. Daher wird Financial Planning nun auch vermehrt im Internet thematisiert. 35 Prozent der 200 untersuchten Internet-Auftritte bieten Informationen und Produkte zur Finanzplanung schon heute online an. Die Aussichten, hierdurch die Kundenbindung zu steigern, sind gut, denn allein im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Online-Konten um 30 Prozent. Im Mengen- und Online-Geschäft wird es jedoch nur eine „Light-Version“ des Financial Plannings geben: Die Angebote konzentrieren sich auf einzelne Themen und decken nicht das gesamte Spektrum der Finanzplanung ab, wie es für die vermögende Privatkundschaft in der persönlichen Betreuung angeboten wird.


Finanzdienstleister trennen ihre Angebote nach Themen wie Vermögensaufbau und -strukturierung, Immobilien, Altersvorsorge und Risikoabsicherung. Dieses themenzentrierte Financial Planning, auch Partialplanung genannt, hat auch im Internet eine Chance. Dort wird es zu einer standardisierten Dienstleistung, die im Vergleich zur stationären Beratung den Zeit- und Personalaufwand reduziert.


Bisher stuft knapp ein Drittel der Finanzdienstleister, die Financial Planning anbieten, ihr Angebot als themenzentriert ein. Dieser fokussierte Ansatz wird sich im Internet durchsetzen und so Finanzplanung für die breite Masse der Kundschaft ermöglichen.

Bei den neuen Plänen der Finanzdienstleister dient das Internet als Plattform für die Kontaktaufnahme. Mit seiner Hilfe wollen sie dem Kundenanspruch gerecht werden, immer und überall erreichbar zu sein. Als Herausforderung gestaltet sich die Überleitung der Online-Kunden hin zu einem persönlichen Beratungsgespräch. 65 Prozent der Finanzdienstleister setzen darauf, die im Internet gewonnenen Kunden einem persönlichen Berater zuzuordnen. 56 Prozent ordnen die Kunden einer Geschäftsstelle zu. Hier zeigt sich: Beim Medienwechsel legen die Banken Wert auf persönliche Betreuung. Langfristig ist eine überwiegend virtuell gestaltete Finanz-beratung denkbar.

Hintergrundinformationen

Diese Presseinformation basiert auf:

Studie „E-Commerce der Finanzdienstleister III Marktstudie mit Schwerpunktthema Financial Planning als Kundenbindungsinstrument“

Wichtigste Eckdaten:

In der Studie „E-Commerce der Finanzdienstleister III“ wurden die Web-Auftritte von 200 Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche (Banken, Versicherungen, Finanzvermittler) analysiert. Die Erhebung wurde von Mitte Juli bis Mitte August 2002 durchgeführt. Es ist bereits die dritte Studie dieser Art. Schwerpunktthema ist das Financial Planning. 26 Fach- und Führungskräfte von Banken, Versicherungen und Finanzvermittlern gaben in einer Expertenbefragung Auskunft über ihre Pläne im Financial Planning. In ausführlichen Praxisbeispielen von drei ausgewählten Unternehmen werden zudem Planungen und Strategien in Bezug auf das Financial Planning detailliert beleuchtet.

Die wissenschaftliche Begleitung der Studie übernahm das Institut für Bankinformatik und Bankstrategie an der Universität Regensburg (ibi) unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Bartmann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik.

Erläuterung:

Die Studie kann ab sofort unter www.mummert-consulting.de zum Preis von 950 Euro bestellt werden.

Jörg Forthmann | Mummert Consulting:
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de

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