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MO2ART-Studie belegt geringe Abstoßungsrate nach Nierentransplantation

14.08.2002


C-2-Monitoring optimiert die Ciclosporin-Therapie

Das Immunsuppressivum Ciclosporin (Sandimmun) ist aus der Organtransplantation nicht mehr wegzudenken und gilt als Standard, um Abstoßungsreaktionen vorzubeugen. Zusammen mit der Gabe von Glukokortikoiden ließen sich die Abstoßungsraten drastisch senken. Mitte der 90er Jahre kam Ciclosporin in modifizierter Galenik als Mikroemulsionsformulierung auf den Markt (Sandimmun(r)Optoral) und verbesserte die Organüberlebensraten weiter. Mit der neuesten Entwicklung, der Anwendung eines Ciclosporin-C-2-Monitoring lässt sich die Abstoßungsrate sogar auf 10% senken. Dies belegen vorläufige Ergebnisse der MO2ART-Studie, die auf dem American Transplantat Congress (ATC) in Washington vorgetragen wurden.

Die MO2ART-Studie (Monitoring of 2-hour Sandimmun(r)Optoral absorption in renal transplantation) untersuchte die Wirkstoffexposition durch Messung des Blutspiegels zwei Stunden nach Einnahme von Sandimmun(r)Optoral und nicht wie sonst üblich, die "Talspiegel" unmittelbar vor der nächsten Einnahme der vorgeschriebenen Dosis von Ciclosporin. Diese neue Vorgehensweise erlaubt eine exakte Dosiseinstellung, da der Blutspiegel 2 Stunden nach Einnahme des Medikamentes (C-2-Wert) weitaus besser mit der Ciclosporin-Gesamtexposition korreliert. Hinzu kommt, dass mit der Formulierung Sandimmun(r) Optoral die Bioverfügbarkeit von Ciclosporin verbessert wurde und die Resorption sowie Verstoffwechselung von Ciclosporin bei Applikation einer bestimmten fixen Dosis nicht mehr den früheren starken intra- und interindividuellen Schwankungen unterliegt. So geht der Trend in der Abstoßungsbehandlung nach Organtransplantation folglich dahin, das Immunsuppressivum vorsichtig, gemäßigt und optimal gesteuert einzusetzen.

Niedrigste Abstoßungsrate durch C-2-Monitoring

In der internationalen MO2ART-Studie wurde durch das C-2-Monitoring die niedrigste Abstoßungsrate unter einer 3fachen, Ciclosporin-basierten Therapie beobachtet. Die von Novartis gesponserte prospektive randomisierte Open-Label-Studie umfasst 296 Patienten nach Nierentransplantation, ist auf 12 Monate angelegt und beteiligt sind 30 Zentren in 10 Ländern. Die Patienten erhalten eine Immunsuppression mit Sandimmun(r)Optoral, Glukokortikoiden, Mycophenolat mofetil oder Azathioprin.

Nach dreimonatiger Therapie konnten 117 der 296 Patienten ausgewertet werden. Mit 10% kam es zu einer niedrigen bioptisch gesicherten akuten Abstoßungsreaktion (AA) Unterteilt auf sofort einsetzende (IGF) und verzögerte Organfunktion (DGF) betrug die Abstoßungsrate bei IGF 5% und bei DGF 16%.

Aufgrund dieser guten Resultate der Zwischenauswertung der MO2ART-Studie raten inzwischen international viele Experten dazu, die Dosis anhand der Blutspiegel 2 Stunden nach Einnahme des Medikamentes zu messen und sich bei der Dosierung nicht mehr an den Talblutspiegeln zu orientieren.

Durch C-2-Monitoring bei jedem Patienten individuelle Immunsuppression möglich

Des weiteren bewerten Experten die vorläufigen Ergebnisse der MO2ART-Studie dahingehend, dass es das C-2-Monitoring erlaubt, die immunsuppressive Therapie auf den einzelnen Patienten abzustimmen. Damit ist es möglich, die Therapie der individuellen Resorption anzupassen, was zum einen das Risiko der Organabstoßung verringern könnte. Zum anderen wird durch eine Verringerung der toxischen Wirkung von Ciclosporin die Wirksamkeit und Verträglichkeit gesteigert. In der Studie kam es nur bei 5% der Patienten zur Ciclosporin-bedingten akuten Nierendysfunktion. Der mittlere Serum-Kreatinin-Wert nach 3monatiger Therapie betrug bei den IGF-Patienten 129 µmol/l und bei den DGF-Patienten 133 µmol/l. Es traten 7 schwere unerwünschte Wirkungen auf, die eventuell in Zusammenhang mit der Ciclosporintherapie stehen. Das C-2-Monitoring dient auch dazu, die optimale Sandimmun(r)Optoral-Konzentration für die Erhaltungsdosis zu ermitteln.

Die Indikation von Sandimmun(r)Optoral ist die Verhinderung der Abstoßung nach allogener Organtransplantation von Niere, Leber und Herz. Das Medikament kann mit anderen Immunsuppressiva kombiniert werden, darf aber nur von Ärzten verschrieben werden, die Erfahrung mit systemischer immunsuppressiver Therapie haben. Novartis AG (NYSE: NVS) ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit. Im Jahr 2001 erzielte der Konzern einen Umsatz von CHF 32,0 Milliarden (USD 19,1 Milliarden) und einen Reingewinn von CHF 7,0 Milliarden (USD 4,2 Milliarden). Der Konzern investierte rund CHF 4,2 Milliarden (USD 2,5 Milliarden) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 72 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern.

Dr. Michaela Paudler-Debus | ots
Weitere Informationen:
http://www.novartis.de.

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