Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jugend will Olympia per Handy verfolgen

29.07.2008
Sportereignisse treiben Mobile-TV-Entwicklung an
Das Interesse, große Sportevents auf dem Handy-Bildschirm zu verfolgen, steigt.
In Deutschland wollen knapp sechs Mio. Menschen die bevorstehenden Olympischen Spiele auch per Handy-TV sehen, so eine aktuelle Studie von TechConsult im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM. Weitere fünf Mio. haben zumindest grundsätzlich Interesse an mobilem Fernsehen.

In die Befragung einbezogen wurden Personen ab zehn Jahren. Dabei zeigte sich deutlich, dass vor allem die Jugend eine hohe Nachfrage aufweist. Männliche Teenager zwischen zehn und 17 Jahren hegen das größte Bedürfnis: 30 Prozent der Handybesitzer aus dieser Altersgruppe wünschen sich Fernsehen auf dem Mobiltelefon. Bei Mädchen in diesem Alter liegt der Anteil bei 25 Prozent. "Die junge Zielgruppe scheint sowohl technik- als auch sportaffiner zu sein. Bei Männern und Frauen ab 40 Jahren interessieren sich nur rund fünf Prozent der Handybesitzer für Olympia per Handy-TV", sagt Marc Thylmann, Sprecher im Bereich Technologien und Dienste beim BITKOM, gegenüber pressetext.

Die neuen Handys mit ihren großen Displays, integrierten DVB-T-Empfängern und schnellen Internetverbindungen beschleunigten den Trend zum mobilen Zugriff auf TV, Radio und Internet, so BIITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Länder wie Südkorea und Italien hätten in diesem Bereich bereits eine Vorreiterrolle übernommen, Deutschland ziehe nun nach. Grundsätzlich bedarf es für den Olympia-Konsum via Handy zum einen eines geeigneten Mobiltelefons sowie zum anderen einer entsprechenden Nähe zu den Sendemasten. "Sport ist generell einer der großen Treiber für die Nachfrage neuer Technologien. So konnten wir bei der Fußball-WM in Deutschland zum Beispiel einen klaren WM-Effekt feststellen", ergänzt Thylmann. Viele Verbraucher hätten sich damals einen Flachbild-Fernseher zugelegt.

Laut BITKOM ist in Deutschland mittlerweile vielerorts der Empfang über DVB-T möglich. Mehrere Netzbetreiber haben bereits Handys mit integrierten DVB-T-Empfängern im Angebot. Meist können auf diesen Geräten die Olympia-Sendungen gratis verfolgt werden. "Die Ergebnisse der Umfrage sprechen dafür, dass Handy-TV eine Generationenfrage ist. Jugendliche haben andere Nutzungs- und Sehgewohnheiten und nicht zuletzt auch bessere Augen", meint Thylmann. Ältere Menschen legten mehr Wert auf größere Displays.

Über die Qualität des DVB-T-Empfangs in den einzelnen Regionen können sich interessierte Nutzer unter http://www.ueberallfernsehen.de informieren. Gute Qualität ist in der Regel in jenen Gebieten zu erwarten, die als "Empfang per Zimmerantenne" ausgewiesen sind. Für Notebooks gibt es außerdem DVB-T-Empfänger-Sticks, um das Gerät zu einem mobilen Fernseher umzufunktionieren.

Eine weitere Möglichkeit, in den Genuss von Handy-TV zu kommen, ist der Zugang über UMTS. Über dieses System erhalten die Nutzer meist Zugang zu den TV-Angeboten der Mobilfunkbetreiber. Vorraussetzung ist ein UMTS-Handy oder eine UMTS-Karte für den Laptop. Außerdem können per Handy auch direkt die Streaming-Angebote auf den Webseiten der Fernsehsender genutzt werden. Der BITKOM weist aber darauf hin, dass dazu eine entsprechende Software nötig ist und schnell große Datenmengen anfallen können, die mitunter in hohen Kosten enden.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bitkom.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

nachricht Medizinische Innovationen für Afrika
02.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte