Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studentinnen besonders interessiert an Gründungs-Know-how

25.07.2008
BMBF-Programm zur Unterstützung von Existenzgründerinnen zeigt Erfolg / Studie zeigt: Studentinnen sehen Unternehmensgründung als positive Option

Über 50 Prozent der Studierenden an deutschen Hochschulen können sich vorstellen, später ein Unternehmen zu gründen oder selbstständig tätig zu sein.

Dabei zeigen junge Frauen ein besonders hohes Interesse an dem dafür erforderlichen Know-how: sie geben einen stärkeren Bedarf an Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote der Hochschulen zum Thema Selbstständigkeit an als ihre männlichen Kommilitonen. Das zeigt eine Befragung von über 15.000 Studierenden durch das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier (Inmit) an 37 deutschen Hochschulen.

Die Befragung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist eines von 40 Projekten aus dem BMBF-Programm "Power für Gründerinnen". Obwohl derzeit Frauen wesentlich seltener gründen als Männer, ist die Gründungsoffenheit bei Studentinnen und Studenten auf hohem Niveau etwa gleich.

Mit dem Programm "Power für Gründerinnen" unterstützt das Bundesbildungsministerium genau diese Neugierde potenzieller Gründerinnen und ihr Interesse an dem nötigen Fachwissen. Ein stetiger Anstieg des Frauenanteils an Existenzgründungen von 28 Prozent im Jahr 2002 auf 31 Prozent im Jahr 2006 ist insbesondere durch das Zusammenwirken der bundesweiten Gründerinnenagentur und den Projekten aus dem BMBF-Programm zu verzeichnen. Die Gründerinnenagentur hat ein bundesweites, länderübergreifendes Netzwerk initiiert, in dem mehr als 1.500 Expertinnen organisiert sind. Mit "Power für Gründerinnen" fördert das BMBF mit einem Finanzvolumen von rund 12,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2010 gezielt die Motivation und Fähigkeit von Frauen zur Selbstständigkeit und erforscht strukturelle Unterschiede im Gründungsprozess von Frauen und Männern.

Wie die Studie zeigt, unterscheidet sich die Gründungsneigung bei Studierenden je nach Fachrichtung und Geschlecht erheblich. Der größte Anteil an gründungsoffenen Studierenden befindet sich in der Fächergruppe Medizin und Gesundheitswesen. Hier stehen 68,6 Prozent der Studentinnen und 67,3 Prozent der Studenten einer Gründung positiv gegenüber. In den von Frauen bevorzugten Fächergruppen wie Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie in den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften ist die Gründungsbereitschaft der Frauen prozentual höher als die der Männer.

Die bisherige Gründungsförderung konzentriert sich auf die Studierenden der naturwissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen. Zur gezielten Förderung der Gründungsneigung junger Frauen müssen zusätzlich jene Fächer in den Blick genommen werden, in denen Studentinnen überproportional vertreten sind. Denn wie die Studie zeigt: Gerade junge Frauen wollen sich gezielt bereits während des Studiums das erforderliche Know-how verschaffen, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit tun.

Die Ergebnisse der Studierendenbefragung über die Gründungspotenziale finden Sie auf der Internetseite des BMBF unter http://www.bmbf.de/pub/gruendungspotenziale_bei_studierenden.pdf

Mehr Informationen zu Existenzgründungen von Frauen finden Sie hier: http://www.bmbf.de/de/2578.php

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.bund.de
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Existenzgründung Selbstständigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Proteine Zellmembranen verformen

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor Oliver Daumke vom MDC erforscht. Er und sein Team haben nun aufgeklärt, wie sich diese Proteine auf der Oberfläche von Zellen zusammenlagern und dadurch deren Außenhaut verformen.

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor...

Im Focus: Safe glide at total engine failure with ELA-inside

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded after a glide flight with an Airbus A320 in ditching on the Hudson River. All 155 people on board were saved.

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded...

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Poseidon goes Politics – Wer oder was regiert die Ozeane?

27.02.2017 | Veranstaltungen

Fachtagung Rapid Prototyping 2017 – Innovationen in Entwicklung und Produktion

27.02.2017 | Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herz-Untersuchung: Kontrastmittel sparen mit dem Mini-Teilchenbeschleuniger

27.02.2017 | Medizintechnik

Neue Maßstäbe für eine bessere Wasserqualität in Europa

27.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wenn der Schmerz keine Worte findet - Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung

27.02.2017 | Medizintechnik