Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trend zu „Green Buildings“ in Europa nimmt weiter zu

21.07.2008
Steigende Energiekosten und endliche Ressourcen haben das Bewusstsein für ressourcensparendes und umweltfreundliches Bauen geschärft.

Effizientes Bauen als Wirtschaftsfaktor ist ein vergleichsweise neues Konzept. Trotzdem hat dieser noch junge Markt in den vergangenen zehn Jahren viel Aufmerksamkeit und Anerkennung gerade seitens der Politik erfahren.

So hat etwa in Deutschland das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung jüngst ein Zertifizierungssystem für Gebäude erarbeitet. Richtlinien über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) und das GreenBuilding-Programm für Nicht-Wohngebäude wurden schon vor einiger Zeit von der EU beschlossen.

“Das GreenBuilding-Programm sieht bei Neubauten mit traditionellen Baumaterialien eine Reduzierung des Primärenergiebedarfs um 25% vor”, erläutert Priya Cheriyan, Analyst Building Technologies bei Frost & Sullivan. Während man sich EU-weit einig über die Notwendigkeit energieeffizienter Gebäude - so genannter “Green Buildings“ - ist, gibt es bei der Interpretation des Begriffs nationale Unterschiede. Laut einer neuen Studie von Frost & Sullivan arbeiten die meisten Länder allerdings grundsätzlich auf eine Effizienzsteigerung bei Heizung und Strom hin, und zwar sowohl bei kommerziell genutzten Bauten als auch bei Wohngebäuden. “Da Wohnhäuser schätzungsweise dreimal mehr Energie verschlingen als kommerzielle Gebäude, hat hier die ökologische Komponente eine herausragende Bedeutung”, so Cheriyan.

... mehr zu:
»Building »Richtlinie

Allerdings werden die Maßnahmen nicht überall auf die gleiche Weise umgesetzt. Die EPBD hat zwar zur Klärung von Unstimmigkeiten beigetragen, doch die vollständige Implementierung hängt von nationalen Programmen und Prioritäten ab. “So sind Dänemark, Österreich, Deutschland und Schweden diesbezüglich schon relativ weit gediehen”, meint Cheriyan. “Gründe dafür sind unter anderem das hohe Bewusstsein für die Vorteile grüner Gebäude sowie Programme und finanzielle Anreize, die zu ökologischem Bauen und Sanieren motivieren.

Österreich zum Beispiel lobt eine Prämie in Höhe von 30.000 Euro aus, wenn ein Gebäude die entsprechenden Vorgaben erfüllt”. Vorreiter innerhalb der EU ist Dänemark, wo bereits 60% der EPBD vollständig implementiert sind.

Erheblich langsamer schreitet die Umsetzung der Richtlinien und Vorschriften dort voran, wo aktuell das Thema Atomenergie im Vordergrund steht, also in Ungarn, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Slowakei und Polen. Zwar ist man sich auch in diesen Ländern der Bedeutung dieser Maßnahmen für die Umwelt bewusst, doch hapert es an der Anwendung und Durchsetzung.

“Die Implementierung der EPBD ist für sämtliche Mitgliedsstaaten zwingend. Nur so kann ein einheitliches System zur EU-weiten Klassifizierung von Gebäuden entwickelt werden. Anders als in den USA gibt es in der EU noch keine festen Kriterien zur Beurteilung der ökologischen Qualität von Gebäuden“, so der Tenor der Studie von Frost & Sullivan.

Die Aussichten im Markt sind viel versprechend, das Reifestadium ist noch nicht erreicht. Große Fortschritte dürften sich vor allem mit einheitlichen Anreizsystemen in Form von Zertifikaten und Prämienprogrammen erzielen lassen, wie bereits in Dänemark und Österreich demonstriert. “In den letzten zehn Jahren hat der Markt für grüne Gebäude exponentiell zugelegt“, meint Cheriyan abschließend. “Die Experten zeigen sich optimistisch, was sein kontinuierliches Wachstum und die weitere Entwicklung betrifft. Wir rechnen mit einer Steigerungsrate von 30% in den kommenden zehn Jahren“.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 30 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Kontakt:

Anna Anlauft
Corporate Communications Germany
Clemensstr. 9, D – 60487 Frankfurt
Tel: 0049 (0)69 770 33 12
E-Mail: anna.anlauft@frost.com

Anna Anlauft | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Berichte zu: Building Richtlinie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik