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Pflanzenschutzmittel: Neues Umweltprofil durch Mikroverkapselung

10.07.2002


Bessere Werte in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz liefern ein unschlagbares Argument für den Einsatz von Mikrokapseln im Pflanzenschutz. Entsprechend positiv sind laut einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan die Aussichten im Europamarkt für Mikroverkapselungstechnologien: Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll sich sein Wert im Abnehmersegment Pestizide nahezu verdoppeln. Wurden im letzten Jahr noch 60,4 Millionen US-Dollar erwirtschaftet, wird sich das Marktvolumen im Jahr 2005 auf 120,7 Millionen US-Dollar belaufen. Aufwind erhält die Branche zudem durch die Ergebnisse der laufenden Studie der europäischen Kommission zum Thema Pflanzenschutzmittel in Europa ("The European Review of Plant Protection Products").

Bei der Mikroverkapselung werden feinste feste oder flüssige Partikel mit einer gleichförmigen und lückenlosen Schicht ummantelt. Das Beschichtungsmaterial kann aus natürlichen oder synthetischen Substanzen bestehen und dient meist dem Schutz oder der kontrollierten beziehungsweise verzögerten Freisetzung des umhüllten Kerns. Für den zunehmenden Einsatz der Technologie in der Pestizidherstellung gibt es laut Gordon McManus, Research Analyst bei Frost & Sullivan, mehrere Gründe. Bei Insektiziden besteht das Hauptproblem momentan noch in ihrer Toxizität und damit in ihrer Gefährdung für den Menschen. Wie Tests zur Wirkung für die Anwender der Pflanzenschutzmittel zeigen, lässt sich durch die Mikroverkapselung der Kontakt des Anwenders mit den aktiven Inhaltsstoffen reduzieren. Bei Herbiziden, bei denen die Umweltbelastung im Vordergrund steht, können Mikrokapseln dafür sorgen, dass weniger Schadstoffe in den Boden gelangen.

Qualitätsverbesserung durch Kapselsuspension

In den letzten Jahren kamen diverse neue Produkte auf Basis der Kapselsuspensions(CS)-Formulierung auf den Markt, und die meisten großen Hersteller planen weitere Schritte in diese Richtung. Bei der CS-Formulierung befindet sich der Wirkstoff in Mikrokapseln und wird durch Diffusion freigesetzt. "Fortschritte auf breiter Front im CS-Bereich werden mittelfristig Qualitätsverbesserungen bei der Verkapselung bringen und gleichzeitig die Kosten senken. Damit erhält die Technologie zusätzlichen Aufwind," so McManus. "Außerdem formulieren viele Unternehmen ihre Produkte neu, um sie vor der Konkurrenz durch Generika zu schützen. Patentschutzverlängerung ist durchaus eine Option, und wenn der gesamte Pestizid-Markt auf die neuen Formulierungen umschwenkt, wird es für Generika-Hersteller immer schwieriger, mit Formulierungen in der Branche Fuß zu fassen, die dann als veraltet gelten.

"Syngenta innovativster Anbieter

Als innovativster Anbieter der Branche nennt Frost & Sullivan das Unternehmen Syngenta, welches den Markt mit einem eindeutigen Umsatzanteil von 53 Prozent anführt. Dessen neue CS-Formulierung mit schneller Wirkstoff-Freisetzung verringert die Toxizität für Anwender und Umwelt, während sie gleichzeitig den schnellen Knockdown-Effekt einer Emulsionskonzentrat(EC)-Formulierung erzielt. Weitere Wettbewerber im Markt für Mikroverkapselungstechnologien im Pflanzenschutz sind FMC, Monsanto, Makhteshin-Agan und andere.

Die Studie "European Microencapsulation Technologies (Report B059)" ist zu beziehen bei Frost & Sullivan Clemensstrasse 9 60487 Frankfurt/Main Tel. 069-77033-12 Fax 069-234566

| Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.chemicals.frost.com

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