Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Workshop zum Thema Grundwassersanierung am Helmholtz Zentrum München

21.06.2010
Am 20. und 21. Oktober 2010 findet am Institut für Grundwasserökologie des Helmholtz Zentrums München ein Workshop zum Thema Isotopenuntersuchungen in der Altlastensanierung statt. Experten aus Politik, Behörden, Industrie und Wissenschaft können sich über den aktuellen Stand der Technik sowie zukünftige Entwicklungen informieren.

Das Symposium „Isotopen im Grundwasserschutz" vermittelt neue Erkundungsmethoden zum natürlichen Schadstoffabbau in Altlasten. Isotopenuntersuchungen liefern hier Schlüsselinformationen für nachhaltige und kostengünstige Sanierungsstrategien. Durch die Beteiligung von Politik, Behörden, Industrie und Wissenschaft wollen die Veranstalter, Dr. Heinrich Eisenmann, Geschäftsführer der Isodetect GmbH, und Dr. Martin Elsner, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Grundwasserökologie des Helmholtz Zentrums München, den Wissens- und Technologietransfer beschleunigen.

Typische Grundwasser-Schadstoffe wie Mineralölverbindungen, chlorierte Kohlenwasserstoffe oder Pestizide sind eine erhebliche Belastung für die Umwelt und eine Gefahr für die menschliche Gesundheit. In Deutschland gibt es über 300.000 altlastenverdächtige Flächen, für die kostspielige Überwachungs- oder Sanierungskonzepte erstellt werden müssen. Bisher wurden die Schadstoffe meist mit Hilfe aufwändiger Technologien wie Auskoffern oder Hochpumpen aus dem Grundwasser entfernt. In vielen Fällen liefert jedoch die Natur selbst eine weitaus kostengünstigere Sanierungsstrategie, denn die meisten Schadstoffe können von Mikroorganismen vollständig abgebaut werden. Die Behörden verlangen allerdings einen eindeutigen und quantitativen Nachweis für die biologische Selbstreinigung. Konventionelle Konzentrationsmessungen reichen zur Evaluierung des biologischen Abbaus nicht aus.

„Mit einem Isotopenmonitoring können biologische Abbauprozesse und die Verursacher von Verunreinigungen oft eindeutig nachgewiesen und Abbauraten quantifiziert werden“, so Eisenmann, dessen Firma Umwelt-Isotopenuntersuchungen anbietet.

Das Symposium findet unter dem Dach der Wasserchemischen Gesellschaft der GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) statt und soll dazu beitragen, Ingenieure, Behörden und Wissenschaftler bei der Anwendung von Isotopenuntersuchungen im Grundwasserschutz in engen Kontakt zu bringen. „Indem wir alle Beteiligten an einen Tisch holen, beschleunigen wir die Weiterentwicklung modernster umweltanalytischer Verfahren“, erläutert Elsner, wissenschaftlicher Organisator der Veranstaltung. "Unser Ziel ist es, mit modernster Wissenschaft einen direkten Beitrag zum Grundwasserschutz zu leisten – und das geht nur über engen Austausch!"

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Das Symposium „Isotopen im Grundwasserschutz – Anwendung und Forschung" findet am 20. Und 21.10.2010 am Helmholtz Zentrum München, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg statt. Informationen zu Anmeldung, Hotels, Terminen und Gebühren erhalten Sie unter http://www.grundwasser-isotopen.de.

Das Institut für Grundwasserökologie am Helmholtz Zentrum München beschäftigt sich mit dem Abbau und Transport von Schadstoffen im Grundwasser und deren Auswirkungen auf das Ökosystem. Zentrales Ziel ist die Erforschung von mikrobiellen Selbstreinigungsprozessen und Limitationen des Schadstoffabbaus. Damit werden Entscheidungsgrundlagen für das Management des Ökosystems Grundwasser als wichtige Trinkwasserquelle geschaffen. Homepage: http://www.helmholtz-muenchen.de/igoe

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Als führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health erforscht es chronische und komplexe Krankheiten, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit insgesamt 26.500 Beschäftigten zusammengeschlossen haben. Homepage: http://www.helmholtz-muenchen.de

Ansprechpartner für Medienvertreter

Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg

Tel.: 089-3187-3946, Fax 089-3187-3324, E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Sven Winkler | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Internationaler Workshop zu CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen am 18. Juni 2018 in Stuttgart
07.05.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Seminar im HDT - Versuche durchführen, dokumentieren und auswerten
24.04.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Frühwarnsystem RAWIS in Katastrophenübung mit THW final getestet

23.05.2018 | Informationstechnologie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index dreht wieder leicht ins Plus

23.05.2018 | Wirtschaft Finanzen

Wenn Korallen Plastik fressen

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics