Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TIB führt ersten deutschsprachigen VIVO-Workshop durch

23.09.2015

60 Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft treffen sich zum Austausch über das Forschungsinformationssystem VIVO in Hannover

„Warum sollten wir VIVO als Forschungsinformationssystem nutzen?“, lautete die Frage, die Lambert Heller, Leiter des Open Science Labs der Technischen Informationsbibliothek (TIB), zu Beginn des ersten deutschsprachigen VIVO-Workshops stellte.

Denn genau um die Antwort auf diese Frage ging es am 9. September 2015 in Hannover: Unter dem Titel „VIVO als Forschungsinformationssystem in der Praxis“ hatte das Open Science Lab der TIB ins Leibnizhaus eingeladen.

60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Wissenschaft und der Verlagsbranche nutzten die Gelegenheit, um das Forschungsinformationssystem VIVO, das auf Open Source Software und Linked Open Data beruht, näher kennenzulernen und sich über VIVO auszutauschen.

Den Anfang machte Brian Lowe (Ontocale SLR), der ein VIVO-Entwickler der ersten Stunde ist. Er zeigte in seiner Keynote, welche Möglichkeiten VIVO bietet, wie Forschende dort ihre Profile pflegen können und wie VIVO individuell angepasst und wie es als institutsübergreifendes System genutzt werden kann.Berichte aus der akademischen Praxis mit VIVO gab es von Jürgen Wastl (University of Cambridge), Christian Hauschke (Bibliothek der Hochschule Hannover), Felix Lohmeier (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)), Stefan Wolff (Technische Universität Dresden) und Ina Blümel (TIB).

Sie erläuterten, wie VIVO an ihren Einrichtungen eingesetzt wird und welche Erfahrungen sie damit machen. Alexander Kujath (Elsevier), Brigitte Jörg (Thomson Reuters), Stefan Drößler (Akademisches Publikationsmanagement PUMA, Universitätsbibliothek Stuttgart) und Jonathan Breeze (Symplectic) erläuterten in ihren Vorträgen die Interoperabilität mit anderen Forschungsinformationssystemen.

Im Anschluss daran ging es um die Weiterentwicklung von VIVO für die Nutzung an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sophie Biesenbender (Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ)) berichtete über den aktuellen Stand des Kerndatensatzes Forschung, der zukünftig die Erfassung der Forschungsaktivitäten einer Einrichtung erleichtern und in VIVO implementiert werden soll.

Niklas Bendixen (TIB), Moritz Horn (Hochschule Hannover) und Katja Schelper (Hochschule Hannover) stellten in ihren Vorträgen erste VIVO-Weiterentwicklungen als Ergebnis eines studentischen Projektes der TIB und der Hochschule Hannover vor: eine deutschsprachige VIVO-Oberfläche im TIB-Testsystem, Visualisierungen mit VIVO sowie ein deutschsprachiges VIVO-Handbuch.

Ina Blümel vom Open Science Lab der TIB hat das studentische Projekt im Rahmen ihrer Verwaltungsprofessur für die Fächer Open Science/E-Science, aktuelle Entwicklungen im Informationsmanagement und Semantic Web an der Hochschule Hannover betreut. Ihr Fazit nach dem Workshop: „Das Interesse an VIVO ist groß. Was wir brauchen, ist eine starke deutschsprachige VIVO-Community, um VIVO für die Anforderungen deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiterzuentwickeln. Bei diesen Aktivitäten werden wir uns als TIB natürlich auch zukünftig engagieren.“

Über VIVO
Informationen und Kennzahlen zu Forschungsaktivitäten und -ergebnissen finden sich heute über das gesamte Netz verteilt. Immer mehr Institutionen betreiben Forschungsinformationssysteme zur Unterstützung der Verwaltung und Generierung von Reports – also Datenbanken, die sich nicht primär an die Netzöffentlichkeit richten. Zudem existieren Social-Media-Dienste für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Millionen von Mitgliedern. Das Problem: Die Informationen auf diesen Plattformen gehören stets ihren kommerziellen Betreibern und dürfen von anderen kaum nachgenutzt werden. Einen neuen Weg der Vernetzung, Kommunikation und Information für Forschende bietet die Open-Source-Software VIVO: An einem Institut oder über mehrere Einrichtungen hinweg können mit VIVO Netzwerke aufgebaut werden, in denen Forschende ihre Profile pflegen und Beziehungen zwischen ihnen auf vielfältige Weise visualisiert werden können.

Über die TIB
Die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover ist die Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Sie versorgt vor allem die nationale wie internationale Forschung und Industrie mit Literatur und Information. Die TIB verfügt über einen exzellenten Bestand an grundlegender und hoch spezialisierter technisch-naturwissenschaftlicher Fachliteratur. Die TIB trägt als weltweit größte Fachbibliothek in ihren Bereichen Verantwortung, das verzeichnete Wissen zu erhalten und aktuelle Informationen für Forschung und Entwicklung unabhängig von Ort und Zeit heute und in Zukunft bereitzustellen.
Die TIB bietet mit GetInfo das Portal für technisch-naturwissenschaftliche Fach- und Forschungsinformationen. Verfügbar sind zurzeit mehr als 170 Millionen Datensätze.

Weitere Informationen:

http://blogs.tib.eu/wp/vivo/ - Mehr Informationen zu den VIVO-Aktivitäten der TIB
http://www.tib-hannover.de - Mehr Informationen zur TIB

Dr. Sandra Niemeyer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Fazit der Pilotphase – Qualifizierung für Schulleiterinnen und Schulleiter hat sich bewährt
22.06.2017 | Heraeus Bildungsstiftung

nachricht Elektromobilität im ÖPNV, ein Werkstattproblem?
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften