Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Quartiermanagement unverzichtbar für die Wahrung des sozialen Friedens

25.09.2009
"Das Quartiermanagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil zur Wahrung des sozialen Friedens", sagte Barbara John, langjährige Integrationsbeauftragte des Landes Berlin, am 24. September 2009 in Mannheim auf den Workshop "Stadtteilmanagement im internationalen Quartier - Modelle, Profile, Qualifikation und interkulturelle Kompetenz". "In Zeiten, in denen Armut und Arbeitslosigkeit in bestimmten Stadtteilen deutlich zunehmen, sind Quartiermanager wichtige Stabilisatoren".

Die Veranstaltung führte die Schader-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen im Rahmen des Praxisnetzwerks der Städte für Integrationsfragen durch.

Auf dem Workshop, der sich an kommunale Verwaltungen, soziale Träger, Wohnungsunternehmen und Stadteilmanager richtete, wurde festgestellt, dass die Ziele und Erwartungen an das aus dem Programm Soziale Stadt geförderte Quartiermanagement sehr hoch sind, jedoch wenig gegen die allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen wie Armut und Arbeitslosigkeit getan werden kann. Dennoch ist Quartiermanagement ein unverzichtbares Steuerungselement für die Entwicklung von benachteiligten Stadtteilen.

Im Gegensatz zu Frankreich, wo es ohne ein entsprechendes Instrument wiederholt zu sozialen Konflikten gekommen ist, hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, den Einsatz von Ressourcen in den benachteiligten Stadtvierteln zu bündeln und Netzwerke aus engagierten Bewohnern und Institutionen im Stadtteil aufzubauen.

Gesellschaftliche Trends, wie z.B. der demografische Wandel, soziale Ungleichheit, Segregation und die Krise des Wohlfahrtsstaates erfordern ein dauerhaftes Engagement. Vorrangig sind dabei Schule, Bildung und bessere Berufschancen als Schlüssel für die soziale und ethnische Integration.

Professor Michael Krummacher von der Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe forderte zusammenfassend einen Qualitätssprung weg von einem Sonderprogramm zu einer Daueraufgabe der Kommunen. Die Verwaltung stehe vor der Aufgabe, neue intelligente und ressortübergreifende Arbeitsformen zu entwickeln, sich interkulturell zu öffnen und einen Beitrag zur Stärkung der lokalen Zivilgesellschaft und Demokratie zu leisten. Die enorme Resonanz und problembewusste Debatte zeigt die Notwendigkeit der kritischen Reflexion der bisherigen Ansätze.

Peter Lonitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.schader-stiftung.de
http://www.zuwanderer-in-der-stadt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

New thruster design increases efficiency for future spaceflight

16.08.2017 | Physics and Astronomy

Transporting spin: A graphene and boron nitride heterostructure creates large spin signals

16.08.2017 | Materials Sciences

A new method for the 3-D printing of living tissues

16.08.2017 | Interdisciplinary Research