Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Workshop zur Demenzforschung in Greifswald

05.09.2011
Die Versorgung an Demenz erkrankter Menschen ist eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme weltweit.

Die Hauptlast der Versorgung liegt heute oft bei den Angehörigen, denen jedoch häufig Unterstützung fehlt. Mögliche Lösungsansätze stellen heute (5. September 2011) Forscher aus den USA, Großbritannien und Deutschland in Greifswald im Rahmen des internationalen Workshops „Dementia care research – scientific evidence, current issues and future perspectives“ vor. Unter der Leitung von Prof. Wolfgang Hoffmann veranstaltet das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Rostock/ Greifswald in Kooperation mit dem DZNE Witten den internationalen Workshop an der Universität Greifswald.

Besonders in ländlichen Gebieten ist die Versorgung demenzkranker Menschen und die Unterstützung der pflegenden Angehörigen oft problematisch. Wenige Angebote, fehlende Infrastruktur oder lange Wege sind nur einige Gründe. Der demografische Wandel und der Mangel an Fachkräften, die speziell für die Versorgung von an Demenz erkrankter Menschen ausgebildet sind, erschweren eine individuelle, an den Erkrankungen ausgerichtete Versorgung.

Auf dem Workshop stellt Prof. Wolfgang Hoffmann, Leiter der DelpHi-MV-Studie (Demenz: lebenswelt- und personenzentrierte Hilfen in Mecklenburg-Vorpommern), innovative Modelle für die Versorgung vor, z.B. die Delegation ärztlicher Leistungen und den Nutzen telemedizinischer Verfahren. Prof. Malaz Boustani von der Indiana University in Indianapolis (USA) präsentiert bereits erprobte Modelle der sektor-übergreifenden Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und diskutiert Widerstände bei der Überführung dieser Modelle in die Routineversorgung. Prof. Chris Fox von der University of East Anglia in Norwich berichtet von ersten Erfahrungen integrativer Versorgung in Großbritannien. Andere Referenten diskutieren zentrale Fragen: Wie kann das Thema Demenz in der Versorgung besser vermittelt werden, wie werden individuelle Bedarfe der Erkrankten und ihrer Angehörigen erkannt, wie müssen zukünftige Fachkräfte geschult werden und wie kann die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen an der Demenzversorgung beteiligten Fachgruppen verbessert werden.

Die bundesweit einzigartige DelpHi-MV-Studie, die im März 2011 gestartet wurde, verspricht Antworten auf drängende Fragen: Wie erkennen wir in der ärztlichen Routine an Demenz erkrankte Menschen möglichst frühzeitig? Wie können wir pflegende Angehörige unterstützen, so dass diese gesund bleiben und damit dem Versorgungsprozess als wichtigste laientätige Ressource nicht verloren gehen? Wie kann die Versorgung die individuellen Lebensumstände und regionalen Gegebenheiten einbeziehen? Die Ziele der wissenschaftlichen Forschung sind letztlich ganz praktisch: Verbesserung der Lebensqualität und Zufriedenheit von Betroffenen und ihren Angehörigen, Unterstützung des Hausarztes und weitere Professionalisierung der Pflege.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, MPH
DZNE Standort Rostock/Greifswald
Gf. Direktor des Instituts für Community Medicine
Leiter der DelpHi-MV Studie
Ellernholzstraße 1/2, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-7750
wolfgang.hoffmann@uni-greifswald.de
DelpHi-MV Studie
PD Dr. J. René Thyrian, Dipl.-Psych.
DZNE Standort Rostock/Greifswald
Ellernholzstraße 1/2, 17487 Greifswald
Telefon 0176 23 80 36 25
rene.thyrian@dzne.de
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)
Dr. Katrin Weigmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Holbeinstraße 13-15, 53175 Bonn
Telefon 0228 43302 263
katrin.weigmann@dzne.de

Katrin Weigmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dzne.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018
23.11.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Anwender-Workshops „Laserbearbeitung von Faserverbundwerkstoffen“
20.11.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften