Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Karten: Chipkarten-Experten treffen sich in Darmstadt

17.01.2014
Themen beim Fraunhofer-SmartCard Workshop 2014: Signaturpläne der EU, neue Sicherheitsanwendungen für mobile Geräte, Produktschutz und innovative Verschlüsselungskonzepte

Die Technologieexperten der Smartcard-Branche versammeln sich am 5. und 6. Februar 2014 auf dem SmartCard Workshop des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt. Wissenschaftler und Entwickler informieren sich auf dem Treffen über neueste Technologien und Konzepte auf dem Gebiet der intelligenten Karten.

Die Experten diskutieren unter anderem über die umstrittene EU-Verordnung eIDAS. Mit ihr möchte die Europäische Union unter anderem elektronische Signaturlösungen grenzüberschreitend einsetzbar machen. Dies bedeutet aber möglicherweise, dass die strengen deutschen Sicherheitsstandards in diesem Bereich aufgeweicht werden. Weitere Schwerpunkte sind Produktschutz, elektronisches Schlüsselmanagement und mobile Sicherheit. Programm und Anmeldung sind im Internet unter www.smartcard-workshop.de zu finden.

Eine Smartcard als Schlüsselbund – das ist die Idee hinter der Anwendung Key2Share, die auf dem Workshop vorgestellt wird. Key2Share nutzt sichere Hardware zur Verarbeitung von kryptographischen Geheimnissen. Für den elektronischen Schlüsselbund kann eine Sicherheitsmodulkarte im Smartphone dienen. Auf diese Karte können Schlüssel geladen werden, mit denen man benutzerfreundlich beispielsweise die eigene Haustür, das Büro oder ein Auto öffnen kann.

„Die Sicherheitskarte funktioniert dann völlig abgekoppelt vom mobilen Betriebssystem“, erklärt Alexandra Dmitrienko, Wissenschaftlerin am Fraunhofer SIT. Damit ist der digitale Schlüsselbund sicher vor vielen virtuellen Diebstahlformen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops sind „Physical Unclonable Functions“. Diese sogenannten PUFs sind winzige Unregelmäßigkeiten, die zufällig bei der Produktion von Chips entstehen, und die sich nicht kopieren lassen. Jeder Chip hat andere PUF-Eigenschaften – so wie ein Fingerabdruck. Dies kann zur eindeutigen Identifizierung von Produkten und zur Erkennung von Produktfälschungen sowie zur Verhinderung von Manipulationen eingesetzt werden. Dies macht PUFs besonders geeignet für neuartige Verschlüsselungsmodule und sichere Speicher.

Auf dem Workshop werden zudem neuartige Kryptoprotokolle vorgestellt. Sie erlauben es zum Beispiel Nachrichten so zu verschlüsseln, dass sie erst nach Ablauf einer Frist geöffnet werden können. Mehr zum Programm und zur Anmeldung unter www.smartcard-workshop.de. Teilnehmer von Hochschulen und Behörden erhalten erstmals eine Ermäßigung: 250 statt 590 Euro. Journalisten können kostenfrei teilnehmen.

Oliver Küch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.smartcard-workshop.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Wärmebildkameras, Infrarotthermometer und deren richtige Anwendung
21.02.2017 | Optris GmbH

nachricht Pflanzen und Böden besser verstehen
21.02.2017 | Hochschule Rhein-Waal

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie