Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

E-Learning-Expertenworkshop mit Wissenschaftlern der FHM und 40 FachkollegInnen aus Zentralasien

23.07.2014

Im malerischen Nizza an der Côte d’Azur trafen sich vom 7. bis 12. Juli 2014 über 40 Wissenschaftler und Bildungspolitiker im Rahmen eines Europäischen Tempus-Projekts mit dem ehrgeizigen Titel „Einführung des Qualitätsmanagements im E-Learning an zentralasiatischen Hochschulen“, das von der FHM Bielefeld initiiert und geleitet wird.

Ausschlaggebend für den Ort der Tagung war dabei nicht die malerische Umgebung, sondern die Tatsache, dass die dort ansässige Universität Sophia Antipolis von Nizza in Frankreich als Mekka für die E-Learning-Forschung gilt und ihrerseits gerne auf die Erfahrungen der deutschen Kollegen von der FHM Bielefeld zurückgreift. Ergänzt wird diese Expertise durch die Technische Universität Kaunas in Litauen, die ebenfalls aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung im Bereich E-Learning in diesem Tempus-Projekt beteiligt ist.

Ziel der einwöchigen Tagung war es, Einführungsstrategien für E-Learning-basierte Studienkonzepte für Zentralasien zu entwickeln. „Die Einführung von E-Learning-Strategien stellt Hochschulen vor große Herausforderungen in den Bereichen der Technologie, der Didaktik und der Organisation. Sie wirkt daher systemisch innovativ. Allerdings müssen hier die jeweiligen politischen und kulturellen Rahmenbedingungen beachtet werden. Das macht dieses Projekt so spannend“, betont Prof. Dr. Prof. hc. Christoph Brake, wissenschaftlicher Projektleiter an der FHM.

Neben den Hochschulvertretern aus der Leitungsebene der neun beteiligten zentralasiatischen Hochschulen, von denen je drei aus den Ländern Kasachstan, Turkmenistan und Kirgisistan nach Nizza angereist waren, nahmen an der Tagung auch Vertreter der Bildungsministerien aus Kirgisistan und Turkmenistan teil.

... mehr zu:
»Didaktik »E-Learning »Workshops

„Insbesondere für uns Vertreter von Bildungsministerien sind strategische Überlegungen zur Einführung von E-Learning relevant. Aktuell stehen zentralasiatische Länder vor der Herausforderung, das Hochschulsystem mit E-Learning zu modernisieren. Bisher haben wir da noch wenig Erfahrung und freuen uns, dass wir im Rahmen dieses Tempus-Projektes auf europäische Erfahrungen und Best Practice Beispiele zurückgreifen können. Dies bedeutet einen wichtigen Impuls für die Entwicklung des Hochschulsystems in Kirgisistan“, so Larissa Marchenko, Leiterin der Abteilung für strategische Entwicklung des Bildungsministeriums in Kirgisistan.

Nicht nur auf der strategischen Ebene machte diese Tagung Angebote für die über 40 Wissenschaftler. Auch die praktische Umsetzung innovativer Lernsettings mit E-Learning wurde vermittelt. Highlights im Umgang mit einzelnen E-Learning-Tools und Software sowie Tipps zur Aufbereitung und Distribution von digitalen Lehr- und Lerninhalten wurden am Zentrum für Medienpädagogik der Universität Nizza Sophia Antipolis präsentiert.

„Wertvoll war für mich die Erkenntnis, dass effektive technische Lösungen verschiedene Lehr- und Lernprozesse erleichtern können, von der multimedialen Darbietung von Sachverhalten über die Virtualisierung von Kommunikationsprozessen bis hin zur Unterstützung von Gruppenarbeit“, berichtet Mirlan Dzhunushev, Medientechniker am E-Learning-Zentrum der Kirgisischen Rechtsakademie in Bischkek.

Gerade für die Professoren und die Dozenten an Hochschulen stellt E-Learning eine große Hürde dar. Sie müssen die Didaktik und Methodik der Lehre verändern, um die Potenziale des E-Learning voll ausschöpfen zu können. Daher war die Didaktik auf der Tagung ein wichtiger Schwerpunkt.

„In den Workshops wurde ich mit simulierten Lehrsituationen konfrontiert, in welchen ich aus der Vielfalt von E-Learning-Tools und Multimedia passende Instrumente für meinen Unterricht und mein didaktisches Konzept wählen musste. Diese Erfahrungen werde ich im Rahmen meiner parallelen Beschäftigung am E-Learning-Zentrum an meiner Hochschule zum Schulungskonzept für Dozenten umwandeln“, sagt Aziza Aydogdyyeva, Lehrkraft an der turkmenischen Hochschule für Architektur und Bauwesen.

Mitverantwortlich für die konzeptionelle Gestaltung der Workshops waren auch die Technische Universität Kaunas in Litauen und Trainings-Online Gesellschaft für E-Portale, deren Schwerpunkt in den Workshops das Qualitätsmanagement im E-Learning war.

„Als Qualitätsbeauftragte im Projekt haben wir dafür gesorgt, verschiedene E-Learning-Aspekte hinsichtlich der Qualitätssicherung zu beleuchten und entsprechende Qualitätskriterien gemeinsam mit den Teilnehmerinnen zu setzen“, rundet Danguole Rutkauskiene, Leiterin des Zentrums für Fernunterricht an der Technischen Hochschule Kaunas, ab.

Die über 40 Wissenschaftler kamen auf der Tagung überein, ein gemeinsames E-Learning-Handbuch zu erarbeiten, das den beteiligten zentralasiatischen Hochschulen und den jeweiligen Bildungsministerien als Richtschnur für die Einführung innovativer Hochschulkonzepte mit E-Learning dienen soll. Schon beim nächsten Treffen der Expertenrunde im Februar 2015, im kasachischen Astana soll eine vorläufige Version des Handbuchs zur Diskussion gestellt werden.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Weitere Informationen:

http://www.fh-mittelstand.de/forschung-entwicklung

Franziska Pollei | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Didaktik E-Learning Workshops

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Robuste Computer für's Auto
26.07.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Läuft wie am Schnürchen!
26.07.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Assistenzsysteme für die Blechumformung

28.07.2017 | Maschinenbau

Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

28.07.2017 | Physik Astronomie

Satellitendaten für die Landwirtschaft

28.07.2017 | Informationstechnologie