Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stammbäume in transdisziplinärer Perspektive

07.12.2007
Internationaler Workshop zu Genealogischen Praktiken findet vom 13. bis 15. Dezember an der Humboldt-Universität zu Berlin statt

Stammbäume und Ahnentafeln strukturieren seit Jahrhunderten das wissenschaftliche Wissen in Medizin und Biologie, Geschichte und Ethnologie. Sie finden sich überall dort, wo Fragen des Ursprungs und des Anspruchs geklärt und Krankheiten über Generationen verfolgt werden, wo Gedächtnisbildung geboten erscheint und wo (kulturelle) Erbschaften verteidigt oder angefochten werden.

Welche transdisziplinären Spuren und Landkarten dabei in der Wissenschaftsgeschichte entstanden sind und wie neuere Entwicklungen in den Biotechnologien, in Stammzellforschung und Klonierung, genealogische Praktiken modifizieren und neu gestalten, wird vom 13. bis 15. Dezember 2007 in einem internationalen Workshop zum Thema "Genealogische Praktiken: Transdisziplinäre Kartographie eines Denkstils" erläutert.

Die Arbeitstagung wird am Donnerstag, den 13. Dezember, um 16.15 Uhr im Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Raum 2097, eröffnet. Den Eröffnungsvortrag wird Goeffrey C. Bowker, Direktor des "Zentrums für Wissenschaft und Technologie in der Gesellschaft" an der Santa Clara University, Kalifornien (USA), halten. Der Titel lautet: "Memory and Forgetting Practices in Social and Natural Sciences". Bowker wird über die Organisation persönlicher, wissenschaftlicher und sozialer Erinnerungspraktiken sprechen. An beispielhaftem Material zur Geschichte der Geologie im 19. Jahrhundert, der Sozialwissenschaften im 20. Jahrhundert sowie der sich gegenwärtig dynamisch entwickelnden Biodiversitäts-Forschung arbeitet er Klassifikationsmuster und Logiken des Vergessens und Erinnerns heraus, die sich im Verlauf der letzten zweihundert Jahre entwickelt haben. Indem die Materialität dieser Praktiken ernst genommen wird lässt sich eine Geschichte von streckenweise einheitlichen Denkstilen nachzeichnen, die den Praktikern in den unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern selbst so meist gar nicht deutlich ist.

... mehr zu:
»Ethnologie »Genealogie

Der Workshop zu Genealogischen Praktiken mit Wissenschaftlern aus Österreich, den USA, Großbritannien, Dänemark und Deutschland an den folgenden zwei Tagen findet im Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, Mohrenstraße 40/41 in Raum 211/212 (2. Etage), statt.

Der Workshop ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Graduiertenkolleg "Geschlecht als Wissenskategorie", dem Sonderforschungsbereich 640, "Repräsentationen sozialer Ordnung im Wandel" und dem Forschungscluster "Das Präventive Selbst" des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Kontakt:
Xenia Krüger (2093 4722, xenia.krueger@geschichte.hu-berlin.de)
Michi Knecht (2093 3713, michi.knecht@rz.hu-berlin.de)

Christine Schniedermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.hu-berlin.de/

Weitere Berichte zu: Ethnologie Genealogie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Robuste Computer für's Auto
26.07.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Läuft wie am Schnürchen!
26.07.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise