Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stadtplanung an der Uni Kassel: documenta urbana Labor 2007 präsentiert neue Entwürfe zur Zukunft der Regionen

27.06.2007
Die Innenstadt verdichten, den Fußgängern ihre Zone nehmen oder das Erbgut der Stadt sichtbar machen: Das documenta urbana-Labor der Universität Kassel hat vom 22. bis 28. Juni neun internationale Teams zu einem interdisziplinären Workshop mit dem Thema "Die Zukunft der Regionen: Kassel" eingeladen.

Vor Ort in Kassel erarbeiten Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner, Designer, Künstler und Soziologen Planungs-, Gestaltungs- und Handlungsperspektiven und sondieren die Möglichkeiten einer zukünftigen architektonischen, städtebaulichen und landschaftlichen Entwicklung der Region Nordhessen.

Mehrere Teams setzen dabei auf die Stärkung der "Mitte" und experimentieren mit Möglichkeiten, die Kasseler Innenstadt attraktiver zu machen. Das Team Wolfgang Schulze (Uni Kassel) etwa sieht Kassel als Archipel und möchte die "Insel Innenstadt" weiter verdichten. Martin Schmitz (Berlin) wiederum provoziert mit dem Vorschlag, dass die Stadt Kassel, die 1953 republikweit die erste Fußgängerzone hatte, auch die erste Stadt sein sollte, die die Fußgängerzone wieder abschafft. Unter dem Titel "Linking Identity" entwickelt das Team Marta Calzolaretti (Uni Rom) eine Strategie zur Vernetzung von - teilweise bisher wenig beachteten - Potenzialen der Stadt.

Das Team SPLITTERWERK & Angelika Fitz (Wien/Graz/Delft) stellt einen direkten Bezug zum Konzept der documenta 12 her und holt Weltarchitektur nach Kassel, Titel: "Der Migration der Form (Buergel/Noack) in der Weltkunst folgt die Migration der Oberfläche in der Weltarchitektur". Mit dem 200 km²-großen "Kasseler Becken", das als Stadtlandschaft interpretiert wird, beschäftigt sich das Team Tobias Mann (Kassel).

... mehr zu:
»Fußgängerzone »Stadtplanung

Der in Rio de Janeiro tätige argentinische Architekt, Stadtplaner und documenta-Künstler Jorge Mario Jáuregui bezieht sich mit seiner Arbeit auf das Leitmotiv der documenta 12 "Das bloße Leben". Im Rahmen der documenta 12 wird er sein Projekt "Urdimbres - From Fission to Fusion - The Sense of the essential" in Kassel realisieren: ein architektonisches Objekt, das aus seinen Erfahrungen mit der Arbeit in Favelas resultiert. In Rio wie in Kassel geht es ihm vor allem die Herstellung einer urbanen DNA. Er will einen Raum schaffen, um das Individuelle mit dem Kollektiven zu verbinden und auf diese Weise eine Kontinuität zwischen diesen beiden Bereichen herstellen.

Am Donnerstag, 28. Juni, werden die Ergebnisse des Workshops von 10 bis 17.30 Uhr in der documenta-Halle, Du-Ry-Straße, 34117 Kassel, präsentiert. Als Teil der Veranstaltung findet von 13 bis 14 Uhr eine Zusammenfassung des Labors im Rahmen der "Lunch Lectures" der documenta 12 statt.

Das documenta urbana Labor 2007 ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die der Vorbereitung einer documenta urbana dienen, die langfristig in Kassel etabliert werden soll. Ziel ist es, parallel zur Kunstausstellung documenta eine internationale Ausstellungs- und Aktionsplattform in Kassel einzurichten, die sich mit den Fragen des Städtebaues und der Architektur beschäftigt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.documenta-urbana.de.

Heike Vollmann | Universität Kassel
Weitere Informationen:
http://www.documenta-urbana.de
http://www.uni-kassel.de

Weitere Berichte zu: Fußgängerzone Stadtplanung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Workshop: Future Trends in DNA-based Nanotechnology vom 29. Mai bis 2. Juni 17
23.05.2017 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

nachricht Dritter internationaler Workshop „Innovations in Oncology“: Anmeldung offen
18.05.2017 | Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten