Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Empa-Symposium Thermopower: Aus Wärme wird Strom dank thermoelektrischer Materialien

08.05.2007
Neue, nachhaltige Energieversorgungskonzepte müssen her, um für die Zeit "nach dem Öl" gewappnet zu sein. Eine Möglichkeit sind so genannte thermoelektrische Konverter, also Energiewandler, welche Wärme - etwa Abwärme von Kehrrichtverbrennungsanlagen - direkt und ohne grosse Verluste in Elektrizität umwandeln.

Am Dienstag, dem 15. Mai, treffen sich auf Einladung der Empa nationale und internationale ExpertInnen aus Forschung und Industrie. Ziel des Meetings ist es, die viel versprechende Technologie der industriellen Umsetzung einen Schritt näher zu bringen.

Die Chemikerin Anke Weidenkaff, die das Thermopower-Symposium organisiert, forscht mit ihrem Team selbst auf dem Gebiet der perowskitartigen Thermoelektrika. Perowskite sind keramische Materialien mit einer speziellen Kristallstruktur, die sich aufgrund ihrer Struktur sehr gut als Energiewandler von mechanischer oder thermischer Energie - sprich Wärme - in Elektrizität eignen. Ein Forschungsschwerpunkt an der Empa ist das "Massschneidern" von Energiewandlern, um beispielsweise die Wärme der Sonnenstrahlen in elektrische Energie oder elektrische in chemische Energie umzuwandeln.

Die Energieumwandlung ermöglicht der Transport von Elektronen oder Ionen, die als "Energieträger" fungieren. Weidenkaffs Team untersucht, wie die Ladungsträger in verschiedenen Festkörpern transportiert werden, und wie sich dieser Energietransport kontrollieren lässt. Dabei experimentieren die ForscherInnen unter anderem mit an der Empa entwickelten massgeschneiderten Materialien mit Perowskitstruktur. Damit sich die neuen keramischen Thermoelektrika jedoch auf dem Markt durchsetzen können, muss die Umwandlungseffizienz gesteigert werden.

... mehr zu:
»Elektrizität

Mit "Power" zu einem schnelleren Durchbruch?

Um die Akteure aus Wissenschaft und Industrie an einen Tisch zu bringen und den Erfahrungsaustausch zu fördern, organisiert Anke Weidenkaff nun am 15. Mai 2007 in Dübendorf ein internationales Symposium zu diesem Thema. Die Empa-Forscherin weiss, dass "die Zukunft ohne alternative Energiequellen düster aussieht. Mit dem Symposium möchten wir von der Empa dazu beitragen, die Zusammenarbeit in der Entwicklung von neuen und kostengünstigen thermoelektrischen Funktionsmaterialien zu intensivieren, damit sich Wärme effizient in Elektrizität umwandeln lässt." Das Thermopower-Symposium unterstreicht damit einmal mehr die Brückenfunktion der Empa zwischen anwendungsorientierter Forschung und praktischer Umsetzung. Dabei geht es der Empa darum, Forschungsergebnisse schnell und effizient in marktfähige Innovationen umzuwandeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu stärken.

Chemiker, Physikerinnen, Ingenieure und Materialwissenschaftlerinnen aus Forschung und Industrie - unter ihnen auch ein Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA - werden am Symposium anhand von Kurzvorträgen über verschiedene Aspekte der thermoelektrischen Energiekonversion berichten und darüber diskutieren, wie die Energiewandler einen schnelleren Durchbruch erleben könnten.

Fachliche Auskunft
Dr. Anke Weidenkaff, Festkörperchemie und -katalyse, Tel. +41 823 41 31, anke.weidenkaff@empa.ch
Anmeldung
Karin Hanselmann, Tel. +41 823 42 32, karin.hanselmann@empa.ch

Sabine Voser | idw
Weitere Informationen:
http://www.empa.ch/tep-ch

Weitere Berichte zu: Elektrizität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Internationaler Workshop zu CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen am 18. Juni 2018 in Stuttgart
07.05.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Seminar im HDT - Versuche durchführen, dokumentieren und auswerten
24.04.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics