Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nutzung von modulbezogenen Daten für Zwecke der Hochschulsteuerung

02.06.2008
Module sind zu einem zentralen Element der Studienstrukturen geworden. Doch die im Zusammenhang mit ihnen erhobenen Daten werden bislang noch wenig genutzt.

Dabei bieten sie vielfältige Perspektiven als Qualitätsindikatoren und als Basis für die Hochschulsteuerung. Die Möglichkeiten eines modulbezogenen Monitorings standen am 29. Mai im Zentrum einer Tagung der HIS Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover.

Über 80 Experten der Hochschulverwaltung und Hochschulforschung aus fünf europäischen Ländern diskutierten dabei zunächst über neue Finanzierungsmodelle für Hochschulen. Anhand von Beispielen aus den Niederlanden und Dänemark sowie insbesondere am Modell der Schweizer Fachhochschulen wurde deutlich, dass erworbene Kreditpunkte von Studierenden eine Basis sein können, auf der Finanzmittel vom Staat an die Hochschulen vergeben werden. Mit der Universität Oldenburg setzt inzwischen auch schon eine inländische Hochschule auf Kreditpunktzahlen, um die Mittel aus Studienbeiträgen an die Fakultäten zu verteilen.

Andere Hochschulen wie die Universität Freiburg und die Hochschule Offenburg nutzen modulbezogene Kennzahlen, um den Studienverlauf ihrer Studierenden zu beobachten und ihnen Hilfestellung auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss anzubieten. Hierzu werden die erreichten Kreditpunkte der Studierenden mit den Soll-Kreditpunkten verglichen und deutliche Abweichungen nach unten als Frühwarnindikator genutzt. Die betroffenen Studierenden erhalten dann gezielte Hilfestellungen im Rahmen der Studienberatung. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Gründe für den Punktrückstand der Studierenden vielfältig sein können. Beratungsangebote können ihre Wirkung daher nur dann voll entfalten, wenn sie systematisch in das Qualitätsmanagement der Hochschule eingebunden sind. Dazu gehört, dass auch beobachtet wird, in welchen Modulen besonders viele Studierende scheitern oder welche Module im Studienverlauf von vielen Studierenden abweichend vom Studienverlaufsplan nach hinten geschoben werden. Denn diese Daten geben Hinweise auf mögliche Engpässe oder Qualitätsmängel im Lehr- und Studienbetrieb.

Insgesamt wurde deutlich, dass die Verwendung modulbezogener Daten für Steuerungszwecke an den deutschen Hochschulen noch Neuland darstellt. Insbesondere auf Ebene der IT-Unterstützung besteht noch Entwicklungsbedarf - eine Herausforderung, der sich auch HIS in Zukunft verstärkt stellen wird.

Die Vorträge stehen als PDF-Dokumente unter http://www.his.de/publikation/seminar/Steuerung2 zur Verfügung, zudem werden die Beiträge der Tagung in den nächsten Monaten in einer Tagungsdokumentation publiziert.

Nähere Auskünfte:
Dr. Michael Jaeger
m.jaeger@his.de
Tel: 0511/1220-377
Pressekontakt:
Theo Hafner
hafner@his.de
Tel: 0511/1220-290
Susanne Hermeling
hermeling@his.de
Tel: 0511/1220-384
Über HIS
Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH unterstützt die Hochschulen und ihre Verwaltungen sowie die staatliche Hochschulpolitik als Dienstleister im Bemühen um eine effektive Erfüllung ihrer Aufgaben. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Aktivitäten
o als Softwarehaus der Hochschulverwaltungen
o im Sektor Hochschulforschung in Form von empirischen Untersuchungen und anderen Expertisen

o im Bereich Hochschulentwicklung mit den zentralen Themenfeldern Hochschulmanagement, Hochschulorganisation und Hochschulbau

Theo Hafner | idw
Weitere Informationen:
http://www.his.de
http://www.his.de/publikation/seminar/Steuerung2

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Wärmebildkameras, Infrarotthermometer und deren richtige Anwendung
21.02.2017 | Optris GmbH

nachricht Pflanzen und Böden besser verstehen
21.02.2017 | Hochschule Rhein-Waal

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie