Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ausbildung, Erfahrung und der Schatz an Kenntnissen - Workshop zu Humankapital an der Universität Tübingen

19.08.2010
Eine der wichtigsten Vorbedingungen für wirtschaftliches Wachstum ist Humankapital. Damit bezeichnen Wirtschaftswissenschaftler die Ausbildung, Erfahrung und den Schatz an konkreten Kenntnissen der Menschen einer Volkswirtschaft.

Dessen Entwicklung in langfristiger Perspektive steht im Zentrum eines Workshops, zu dem die Wirtschaftshistoriker der Universität Tübingen am 28. und 29. August 2010 auf Schloss Hohentübingen einladen. International renommierte Humankapitalforscher und das Tübinger Team um Professor Jörg Baten beleuchten dabei schwerpunktmäßig die Frage, wie Humankapital entstanden ist, aber auch, wie es in bestimmten Situation zu Stagnation oder Rückentwicklung kommen kann.

Ebenfalls wird thematisiert, welche Rolle selektive Migration im Prozess der Humankapitalbildung spielt, das heißt, ob besser oder weniger gut ausgebildete Gruppen ihr Herkunftsland verlassen. Schließlich geht es darum, welche Implikationen Bildungsungleichheit zwischen Geschlechtern und Sozialschichten mit sich bringen.

Erwartet werden spannende Vorträge von rund 30 Wissenschaftlern aus vier Kontinenten. Die Themen bieten Impulse für wichtige Fragen der aktuellen und historischen Humankapitalforschung. In acht Sektionen werden sich die Forscher intensiv mit den Themen „die Industrielle Revolution und Europäische Humankapitalformation“, „die Rolle der Fertilität“, „Geschlechter, Kultur und Humankapital“, „Frühe Entwicklungen“, „Humankapital auf drei Kontinenten“, „ Migration und ihre Auswirkungen“, und „der Einfluss von Humankapital auf Berufswahl und Entwicklung“ auseinandersetzen.

International renommierte Forscher sowie Nachwuchswissenschaftler aus der Tübinger Forschungsgruppe und andere Doktoranden werden ihre aktuellen Forschungsergebnisse vortragen. In sogenannten Poster-Sektionen werden weitere aktuelle Forschungsbereiche wie Studien zum Iran, Kuba und der Rio de la Plata Region in Südamerika vorgestellt. Schließlich wird auch ein Projekt zum Humankapital von Hexereiangeklagten während der Frühen Neuzeit präsentiert. In einer abschließenden Sitzung werden mögliche zukünftige Forschungsfelder im Rahmen der Humankapitalforschung diskutiert.

Die Veranstaltung wird vom Netzwerk der Europäischen Forschungsgesellschaft „GlobalEuroNet -- Globalizing Europe“ und der HIPOD Initiative der EU unterstützt.

Die Tagung im Internet:
http://www.wiwi.uni-tuebingen.de/cms/lehrstuhl-homepages/wirtschaftsgeschichte/human-capital-workshop-aug-2010.html
Für Nachfragen:
Universität Tübingen
Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte
Prof. Dr. Jörg Baten: joerg.baten@uni-tuebingen.de
Valeria Prayon: valeria.prayon@uni-tuebingen.de
Yvonne Stolz: yvonne.stolz@uni-tuebingen.de
Tel.: 07071-2972124

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise