Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonnenfinsternis sicher beobachten mit einer Lochkamera

19.03.2015

Am 20. März 2015 erlebt Deutschland zwischen 9:30 Uhr und 11:30 Uhr eine partielle Bedeckung der Sonne. Je nach Standort in Deutschland werden zwischen 65 und 80% der Sonne durch den Mond abgedeckt. Wir geben Tipps, wie man das morgige Ereignis sicher beobachten kann.

Eine Sonnenfinsternis ist ein gewaltiges Naturereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Leider sind viele Menschen verunsichert, ob und wie sie das Ereignis live und gefahrlos miterleben können. Vor allem Schulen und Kindergärten lassen ihre Kinder lieber hinter verschlossenen Türen. Das ist nicht nötig! Hier einige Tipps, wie Sie die Sonnenfinsternis unbeschadet beobachten können:


Mit einer selbstgebauten Lochkamera (Anleitung beachten!) lässt sich die Sonnenfinsternis einfach und sicher beobachten.

Bild: Haus der Astronomie

1. Niemals ohne Sonnenschutz!

Schauen Sie niemals ohne Sonnenschutz direkt in die Sonne! Die Sonne ist so hell, dass der Sehnerv irreparabel geschädigt werden kann. Eine einfache Abdunkelung in Form von einer Sonnenbrille, Rettungsfolie, Chipstütenfolie usw. ist zum Schutz aber nicht ausreichend, da nicht nur die Helligkeit der Sonne ein Problem ist, sondern auch die Wärme- und UV-Strahlung, die von diesen Medien NICHT abgehalten wird.

Das gilt auch für sämtliche optische Geräte wie z. B. Ferngläser, Fotoapparate, Filmkameras etc. Diese verstärken die Intensität der Strahlen sogar. Dies kann zur sofortigen Erblindung führen.

2. Finsternisbrillen

Am besten beobachtet man eine Sonnenfinsternis mit einer Sonnenfinsternisbrille. Diese ist mit einer speziellen Folie ausgestattet, die nur etwa 1/100 000 der Sonnenstrahlung durchlässt. Auch die Folie allein – aufgeklebt auf ein Loch in einer Pappe – hat den gleichen Effekt.

Die Folien/Brillen gibt es im Internet oder beim Optiker. Da die Sonnenfinsternis über mehrere Stunden geht, reicht eine Brille für viele Personen aus! Vorsicht: Mit einer Sonnenfinsternisbrille nicht durch ein normales Fernglas oder Fernrohr blicken!

3. Projektion

Eine weitere ungefährliche Methode ist die Projektion. Dabei wird das Sonnenlicht durch ein Fernglas (ein Rohr bitte beidseitig abkleben) geleitet und auf eine Projektionsscheibe (z. B. ein Stück Pappe) projiziert. Der Vorteil ist, dass viele Personen gleichzeitig das Sonnenbild sehen können, ohne direkt durch das Fernglas zu gucken. Der Nachteil ist jedoch, dass durch die Hitze das Fernglas eventuell geschädigt werden könnte und dass sichergestellt werden muss, dass KEINER durch das Fernglas blickt.

4. Lochkamera

Ein sehr sicheres, preiswertes und außerdem schnell herzustellendes Beobachtungsgerät ist eine Lochkamera! Unsere Lochkameraanleitung finden Sie hier:

http://www.haus-der-astronomie.de/3475563/lochkamera.pdf

Weitere Bilder und Informationen zum Bau der Lochkamera finden Sie auf der Seite des Hauses der Astronomie zur Sonnenfinsternis:

http://www.haus-der-astronomie.de/sonnenfinsternis

Weitere Informationen:

http://www.haus-der-astronomie.de/sonnenfinsternis - HdA-Webseite zur Sonnenfinsternis

Dr. Markus Pössel | Max-Planck-Institut für Astronomie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt
17.10.2017 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen
17.10.2017 | GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

18.10.2017 | Medizin Gesundheit

Rittal Klima-Tipps: Ist ein Kühlgerät wirklich nötig?

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Smartphones im Kampf gegen die Blindheit

18.10.2017 | Medizintechnik