Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Netz der europäischen Laserforschung weitet sich aus

27.03.2009
Zweite Phase von LASERLAB EUROPE startet

Das Konsortium der wichtigsten europäischen Laserforschungsinstitute – LASERLAB-EUROPE - geht ab März in die zweite Phase und eröffnet diese in Anwesenheit von europäischen Forschungspolitikern auf einer Auftaktveranstaltung am 27. März 2009 in Barcelona.

„Spanien ist ein wichtiger neuer Partner im Konsortium, der große Investitionen in der Laserforschung tätigt“, sagt Prof. Wolfgang Sander vom Max-Born-Institut in Berlin, der das LASERLAB EUROPE Konsortium koordiniert.

Laser – der Begriff steht sowohl für das physikalische Prinzip, mit dem man Licht durch stimulierte Emission von Strahlung verstärken kann, als auch für eine Vielzahl von technischen Geräten mit unterschiedlichsten Anwendungen. Laser sind wichtige Hilfsmittel in modernen Technologien, Medizin und in der Forschung.

Mit der neuesten Generation von Geräten, die im LASERLAB-EUROPE Konsortium entwickelt werden, wollen die Forscher Elektronen auf ihren Bahnen um die Atomkerne verfolgen, biologische Reaktionen zeitaufgelöst abbilden, Elektronen, Protonen und Ionen innerhalb von Millimetern auf höchste Energien beschleunigen oder kompakte neuartige Quellen für Röntgenstrahlen entwickeln. Mit ihren stärksten Lasern wollen die europäischen Forscher Teilchen aus dem Nichts, dem Vakuum, entstehen lassen oder Atomkerne für die zivile Energiegewinnung verschmelzen.

Solche großen Laserforschungsanlagen sind in der Regel hoch spezialisiert und sehr teuer. Nicht zuletzt um der großen Gemeinschaft der europäischen Laserforscher Zugang zu diesen Infrastrukturen zu gewähren und die sehr aufwändigen Forschungsaktivitäten zu koordinieren, hatten sich 2003 die wichtigsten europäischen Laserforschungsinstitute zu dem Konsortium LASERLAB-EUROPE zusammengeschlossen.

Das Konsortium, dem bisher 17 Partner aus neun europäischen Ländern angehörten, hat sich nun erheblich vergrößert. Hinzu gekommen sind neben Spanien auch Portugal, Polen, die Slowakei, Rumänien, Ungarn und Lettland sowie assoziierte Mitglieder aus Bulgarien, Österreich und Dänemark. Zusammen mit Unterauftragnehmern für gemeinsame Forschungsprojekte werden sich dann 46 europäische Laserinstitute aus 19 europäischen Ländern an den geplanten Aktivitäten im 7. Rahmenprogramm beteiligen. „Dank LASERLAB-EUROPE ist die Gemeinde der europäischen Laserforscher zu einem engen Verbund zusammengewachsen. Europa ist heute der wichtigste Laserforschungsstandort der Welt“, so Sandner.

Kontakt:

Prof. Wolfgang Sandner, Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie, Tel.: 030 – 6392 1301, E-Mail: sandner@mbi-berlin.de

Christine Vollgraf | Forschungsverbund Berlin e.V.
Weitere Informationen:
http://www.laserlab-europe.net/
http://www.mbi-berlin.de
http://www.fv-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation
13.12.2017 | Max-Planck-Institut für Quantenoptik

nachricht Einmal durchleuchtet – dreifacher Informationsgewinn
11.12.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie