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Laserzündung im Weltraum

15.10.2009
Forscher des Kärntner Sensorik-Forschungszentrums CTR sollen die Laserzündung für den Weltraum nutzbar machen.

Die Carinthian Tech Research (CTR) arbeitet daran, die Vorteile der Laserzündung nach dem Automomotive- und Luftfahrtbereich, jetzt auch für Raumfahrtsysteme nutzbar zu machen.

Das Projekt wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), initiiert und wird gemeinsam vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Institut für Raumfahrtantriebe), vom Triebwerkshersteller Astrium/EADS und der CTR durchgeführt. Die laufenden Forschungsarbeiten werden neben der Entwicklung einer Technologie-Roadmap bereits Versuche mit dem Miniatur-Laserzündsystem HiPoLas(R) an einem Brennkammermodell für chemische Satellitentriebwerke beinhalten.

"Möglich wird diese Innovation erst durch die Miniaturisierung der Laserquelle, die vollständig ohne optische Elemente auskommt und enorme Temperaturen und Vibrationen toleriert" so Simon Grasser, CTR Vorstand. Die Laserzündung bietet gleich mehrere Vorteile: Der frei wählbare Ort des Zündplasmas und die wesentlich höhere Energie gegenüber elektrischen Zündsystemen sichern die Zündinitiierung auch bei höchsten Strahlgeschwindigkeiten und verschiedensten Gemischen.

Die CTR nimmt im Forschungsbereich der kompakten, diodengepumpten Festkörperlaser und im Design laserbasierter Zündungssysteme (Optik, Mechanik, Elektronik), weltweit eine führende Position ein. Für internationales Aufsehen sorgte 2004 die Entwicklung einer miniaturisierten Laserzündkerze für den Motorenentwickler AVL-List.

Die CTR-Forscher minimierten den ursprünglich tischgroßen Laser auf die Größe einer Computermaus. Neben erfolgreichen Tests in Automobil- und stationären Großgasmotoren wird die Laserquelle auch für den Einsatz in Flugzeug-Turbinen angepasst. Das Know-how der CTR ist durch zahlreiche Patente geschützt. Das CTR- Sensorikwissen scheint im Weltraum gefragt zu sein: Für die NASA entwickelte man bereits 2007 hochtemperaturtaugliche Funksensoren.

CTR-Blitzlicht:

Die CTR ist das größte außeruniversitäre F&E Zentrum in Kärnten und am COMET Kompetenzzentren Programm beteiligt. Der Forschungsfokus liegt in der Entwicklung Intelligenter Sensorik-Lösungen zur Automation, Prozess- und Qualitätskontrolle. Die CTR wurde 1997 gegründet und hat bisher über 45 Patente realisiert. Zu den Auftragsforschungskunden gehören u.a. Infineon, OMYA, RHI oder Siemens.

Rückfragehinweis:
CTR
Birgit Rader-Brunner
Tel.: 0043-664-4884712
mailto:Birgit.rader-brunner@ctr.at

Birgit Rader-Brunner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ctr.at

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