Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schweden bekommt Weltraumflughafen für Alltouristen

29.01.2007
Zweieinhalb-Stunden-Flug kostet 150.000 Euro

Die nordschwedische Stadt Kiruna bekommt den ersten Weltraumflughafen in Europa, der ab dem Jahr 2012 für touristische Ausflüge ins All genutzt werden kann. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Weltraumunternehmen Virgin Galactic und dem Spaceport Sweden wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Virgin Galactic, das eigenen Angaben zufolge bereits 100 Tickets für zukünftige Flüge ins All verkauft hat, will im ersten Jahr nach Aufnahme der Flugaktivitäten rund 500 frischgebackenen Astronauten eine Weltraumreise ermöglichen. Die Zielsetzung für die ersten zehn Jahre beträgt 50.000 Weltraumtouristen.

Um Touristen den rund 150.000 Euro teuren Zweieinhalb-Stunden-Flug schmackhaft zu machen, wirbt der schwedische Weltraumflughafen mit Sehenswürdigkeiten, wie den im Winter auftretenden Polarlichtern, dem weltberühmten Eishotel oder der Mitternachtssonne, die Besucher im Sommer in Kiruna erwartet. "Wir haben einfach die hier vorhandenen Ressourcen kombiniert und Virgin Galactic ein Angebot gemacht", meint Spaceport Sweden-Geschäftsführer Olle Norberg auf die Frage von pressetext, warum man die Standort-Wahl gewonnen habe.

Für den Standort und die Betreiber ergeben sich laut Norberg keine finanziellen Risiken durch das Unterfangen. "In Kiruna werden schon seit mehr als 40 Jahren Raumfahrt-Missionen wie Raketenstarts mit Satelliten durchgeführt. Wir haben den Flughafen, einen riesigen Hanger sowie modernste Kontrollräume, die für die Shuttle-Starts gebraucht werden. Im Prinzip ist alles vorhanden", so Norberg. Als einziges Fragezeichen für den geplanten Start im Jahr 2012 dürfte derzeit nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen sein. In Schweden, wie in allen anderen Ländern auch, existiert derzeit kein Gesetz, dass Privatflüge ins All regelt. Norberg zufolge ist es noch unklar, ob es überhaupt ein Gesetz diesbezüglich geben müsse. Die bisherigen Verhandlungen mit dem zuständigen Ministerium seien aber positiv verlaufen, ist Norberg optimistisch.

... mehr zu:
»Astronaut »Weltraumflughafen

Virgin Galactic bereitet seit Jahren den Start ins Zeitalter des Weltraumtourismus vor. Angehende Alltouristen, die sich laut Unternehmen selbstverständlich auch Astronauten nennen dürfen, können sich bereits jetzt ein Ticket sichern. Im Gegensatz zu professionellen Astronauten beträgt die Ausbildung für den privaten Kurzausflug nur drei Tage. Als Richtwert für die Entfernung von der Erde, die bei den Flügen erreicht werden, gibt Virgin Galactic jedenfalls über 120 Kilometer an. Die Phase der Schwerelosigkeit beträgt zwischen 15 und 20 Minuten. Um die Umwelt möglichst wenig zu belasten, setzt das Unternehmen auf ein Shuttle mit speziell entwickeltem Hybridantrieb, der den CO2-Ausstoß minimieren soll.

Martin Stepanek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.virgingalactic.com
http://www.spaceportsweden.com
http://www.icehotel.com

Weitere Berichte zu: Astronaut Weltraumflughafen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden
19.10.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

nachricht Gravitationswellen: Sternenglanz für Jenaer Forscher
19.10.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie