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Weltraumforscher im Höhenflug: Neues Lasersystem für Mars-Mission wird in Münster entwickelt

30.10.2006
Die Weltraumforschung am Institut für Planetologie der Universität Münster befindet sich weiter im Aufwind und wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch künftig mit großen Summen gefördert.

Für die Entwicklung eines neuartigen Lasersystems für die Mars-Mission stellt das DLR Prof. Dr. Elmar K. Jessberger und seinem Team bei einer Laufzeit von nur 19 Monaten insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Bereits 2005 hatte das Institut für Planetologie vom DLR-Zentrum knapp eine Million Euro für die Entwicklung eines optischen Spektrometers erhalten. Dieses Weltraum-Projekt wird Ende dieses Jahres mit der Auslieferung des fertigen Spektrometers abgeschlossen. Für die Rektorin der WWU Münster, Prof. Dr. Ursula Nelles, unterstreichen diese Erfolge die Bedeutung und internationale Anerkennung der experimentellen Weltraumforschung in Münster. Die erfolgreiche Besetzung der zweiten Professur im Institut für Planetologie mit dem aus den USA nach Deutschland zurück gekehrten Wissenschaftler Prof. Dr. Harald Hiesinger, einem international anerkannten Fachmann für Planetengeologie, lasse erwarten, "dass sich der Höhenflug unseres Weltraum-Instituts weiter fortsetzt".

Prof. Jessberger hat nicht nur die wissenschaftliche und technische Leitung und Verantwortung für die Mars-Experimente, sondern auch für das Infrarot-Experiment MERTIS bei der Merkur-Mission und für die münsterschen Aktivitäten in der Kometenforschung der ROSETTA-Mission. Unterstützt wird er dabei von einem Team engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die überwiegend aus den eingeworbenen Forschungsfördermitteln finanziert werden.

Insgesamt hat das vor 20 Jahren gegründete Institut für Planetologie nach Angaben von Prof. Jessberger für die wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung der Weltraummissionen zum Mars, zum Merkur und zum Kometen Churyumov-Gerasimenko alleine im Zeitraum 2004 bis 2008 Fördermittel in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro nach Münster an die WWU geholt. Damit zählt das Institut, das in engem Kontakt sowohl zur amerikanischen als auch zur europäischen Weltraumbehörde steht, zu den drittmittelstärksten Forschungseinrichtungen der Universität.

| Universitaet Muenster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/Planetologie/en/index.html)
http://www.uni-muenster.de

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