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Cerium-dotierte Gläser beugen Strahlungsschäden bei der Venus-Kamera der ESA vor

04.07.2006
Anfang April schwenkte der Venus Express, die erste Venus- Expedition der ESA (European Space Agency), in eine Umlaufbahn um die Venus ein.

Die Sonde wird noch einige Zeit benötigen, um eine stabile polare Umlaufbahn zu erreichen, jedoch waren schon die ersten Testbilder durch die Venus Monitoring Camera (VMC) besser als erwartet. Der Venus Express wird die Atmosphäre voraussichtlich zwei Venustage (486 Erdtage) lang beobachten.


Foto: ESA - AOES Medialab

Die VMC wurde für das Max- Planck-Institut für Sonnensystemforschung gebaut und verfügt über vier Objektive in einer einzigen Halterung, jedes für einen anderen Spektralbereich, d.h. im ultravioletten und nahen infraroten Spektralbereich (bekannt als NIR 1 und NIR 2) sowie im sichtbaren Licht. Die Objektive für den sichtbaren und infraroten Spektralbereich enthalten spezielle, mit Cerium stabilisierte Gläser sowie Filterglas von SCHOTT. Das Cerium im Glas schützt die Linsen davor, durch die kosmische ionisierende Strahlung im All beschädigt zu werden.

Die ersten Bilder mit der VMC von der Erde und vom Mond wurden aus 3,5 Mio. Meilen Entfernung geschossen und zur Kalibrierung der Instrumente genutzt. Die ersten Testbilder nach der Ankunft im Orbit waren laut ESA deutlich besser als erwartet und lassen die Wissenschaftler schon gespannt auf die Bilder warten, wenn der Venus Express seine endgültige Umlaufbahn erreicht hat.

Matthias M. Reinig | SCHOTT Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.schott.com

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