Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Einfluss des Weltraumwetters

24.08.2000

Satelliten- und Energieverteilungssysteme betroffen


Das Bild von der Weltraummission CLUSTER

zeigt eine Darstellung von zwei der vier Cluster Satelliten ("Tango"

und "Rumba" ) mit der Erde im Hintergrund. Deutlich zu sehen ist der

ausgefahrene Ausleger, an deren Ende empfindliche Sensoren befestigt

sind.


Das sog. "Weltraumwetter", womit der Einfluss energiereicher Störungen von der Sonne auf die Erdumgebung gemeint ist, kann die Funktionsfähigkeit von kommerziellen Satellitensystemen aber auch von Energieverteilungssystemen in den nördlichen Regionen der Erde beeinträchtigen. Die Untersuchung dieser elektrischen und magnetischen Teilchenstürme in der Erdumgebung ist das Ziel der Weltraum-Mission CLUSTER, die in den letzten Wochen von Baikonur in Kasachstan gestartet wurde. An dieser Mission ist auch das Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln beteiligt.

... mehr zu:
»Cluster »Geophysik »Meteorologie »Mission

Das Bild von der Weltraummission CLUSTER zeigt eine Darstellung von zwei der vier Cluster Satelliten ("Tango" und "Rumba" ) mit der Erde im Hintergrund. Deutlich zu sehen ist der ausgefahrene Ausleger, an deren Ende empfindliche Sensoren befestigt sind.
Satelliten- und Energieverteilungssysteme betroffen
Das sog. "Weltraumwetter", womit der Einfluss energiereicher Störungen von der Sonne auf die Erdumgebung gemeint ist, kann die Funktionsfähigkeit von kommerziellen Satellitensystemen aber auch von Energieverteilungssystemen in den nördlichen Regionen der Erde beeinträchtigen. Die Untersuchung dieser elektrischen und magnetischen Teilchenstürme in der Erdumgebung ist das Ziel der Weltraummission CLUSTER, die in den letzten Wochen von Baikonur in Kasachstan gestartet wurde. An dieser Mission ist auch das Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln beteiligt.

Professor Dr. Fritz Manfred Neubauer aus dem Bereich Geophysik sieht erwartungsvoll den ersten Magnetfelddaten der Mission entgegen, mit denen die wissenschaftlichen Pläne verwirklicht werden sollen. Durch den Fehlstart der Ariane 5-Trägerrakete für diese Mission 1996 wurden diese Pläne aufgehalten. Nach dem erfolgreichen Start war gestern ein wichtiger Schritt für das Magnetfeldmeßsystem das Ausfahren der Ausleger mit den Sensoren. Das Hauptziel ist aber die Analyse grundlegender Prozesse, deren kompliziertes räumliches Verhalten mindestens vier Satelliten an den Ecken eines Tetraeders (d.h. einer Pyramide mit einer dreieckigen Grundfläche) erfordert. Diese Anordnung verbessert entscheidend die bisherigen Satellitenmessungen. Die erwähnten grundlegenden Prozesse treten bei der Entstehung von Polarlichtern auf, aber auch bei Eruptionen auf der Sonne und weit entfernt im Universum. Entscheidend ist, dass sie sich mit hinreichender Genauigkeit nur in der vergleichsweise nahen Erdumgebung analysieren lassen. Dies ist die spannende Aufgabe von CLUSTER.
In den nächsten Jahren wird diese Analyse in den verschiedenen Raumbereichen um die Erde herum geschehen. Positiv anzumerken ist nach dem Fehlstart vor vier Jahren, dass durch die erzwungene Verschiebung der Mission ein Zeitpunkt erreicht wurde, an dem die Sonne besonders aktiv ist und ein Feuerwerk interessanter Erscheinungen liefert.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias
Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Fritz Manfred Neubauer unter der Telefonnummer 0221 470 2310, der Fax-Nummer 0221 470 5198 und der Email-Adresse neubauer@geo.Uni-Koeln.de zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web (http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html)

Für die Übersendung eines Belegexemplares wären wir Ihnen dankbar.


Dr. Wolfgang Mathias |

Weitere Berichte zu: Cluster Geophysik Meteorologie Mission

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.
18.05.2018 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

nachricht Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt
18.05.2018 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics