Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Astronaut trifft Roboter: EU-Forscher entwickeln Trainingstechniken für gemeinsame Planetenmissionen

02.10.2013
Wie trainieren Astronauten auf der Erde möglichst realistisch für Missionen zu fernen Planeten? Wie können ihnen Roboter im All assistieren?

Antworten findet ein internationales Forscherteam unter Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) im jetzt gestarteten EU-Projekt „Moonwalk“. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Zukunftstechnologien für bemannte und unbemannte Missionen zu Mond und Mars.



Die Fotos zeigen eine Simulation, wie sie im Projekt „Moonwalk“ geplant ist: Ein Astronaut trainiert das Sammeln von Gesteinsproben und das Aufstellen der europäischen Flagge für eine Apollo-Mission unter Wasser im September 2013.
Foto: COMEX


Der Forschungsfokus liegt auf Roboter-Astronauten-Kooperationen, die z.B. bei der Entnahme von Gesteins- und Bodenproben relevant sind. Denn Astronauten sind in ihren dicken Raumanzügen und durch die fehlende Schwerkraft sehr unbeweglich. Übungsmissionen sollen im Mittelmeer bei Marseille und in der spanischen Wüstenlandschaft stattfinden.

Das Vorhaben wird mit 3,1 Millionen Euro von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. Rahmenprogramms im Bereich „Space“ über drei Jahre gefördert. Sieben Partnerorganisationen bringen ihre Expertise ein: Das DFKI Robotics Innovation Center in Bremen (Konsortialführer), COMEX in Frankreich (technische Koordination), EADS in Großbritannien, LIQUIFER Systems Group (LSG) in Österreich, Space Application Services (SAS) in Belgien, NTNU Centre for Interdisciplinary Research in Space in Norwegen und das Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA) in Spanien.

Bei Simulationen von Mars- und Mondmissionen auf der Erde ist es eine besondere Herausforderung, die im All herrschende Schwerelosigkeit und die großen Zeitverzögerungen während der Kommunikation mit dem Flugkontrollzentrum auf der Erde nachzustellen. „Moonwalk“ plant zwei analoge Simulationskampagnen, die den harschen Bedingungen des Alls sehr ähnlich sind: Unterwasser in der Bucht der französischen Stadt Marseille, bei der die Effekte der geringen Schwerkraft von Mondmissionen simuliert werden können, und in der Wüstenlandschaft von Río Tinto, in der astrobiologische Probeentnahmeverfahren getestet werden sollen. Diese können bei bemannten Marserkundungen zum Einsatz kommen. Dabei tragen die Astronauten eine Art Taucheranzug, der die Eigenschaften eines Raumanzugs nachstellt. In diesen Szenarien soll die Kommunikation zwischen Astronaut und Roboter nach dem Implementieren getestet werden. Mit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA erarbeiten die Forscher zudem weitere Möglichkeiten für künftige gemeinsame Simulationskampagnen.

Das Projekt „Moonwalk“ wird von der EU im Programm SPA.2013.2.1-02 mit der Finanzhilfevereinbarung 607346 gefördert.

Bildmaterial
Unter ftp://ftp.dfki.de/OUTGOING/moonwalk stehen Fotos zum Download bereit. Diese können Sie mit Nennung der Quelle „COMEX“ gerne verwenden.
Bildunterschriften:
Fotoserie 1 veranschaulicht, wie die im Projekt „Moonwalk“ geplanten Unterwasser-Simulationen von Weltraum-Missionen aussehen können. Die Aufnahmen zeigen das Training eines so genannten Außenboard-Einsatzes auf einen Asteroiden, bei dem der Astronaut die Raumstation verlässt – hier im Meer bei Marseille im November 2012.

Fotoserie 2 zeigt eine Simulation, wie sie im Projekt „Moonwalk“ geplant ist: Ein Astronaut trainiert das Sammeln von Gesteinsproben und das Aufstellen der europäischen Flagge für eine Apollo-Mission unter Wasser im September 2013.

Pressekontakt:
DFKI Bremen
Team Unternehmenskommunikation
Daniela Menzel
Robert-Hooke-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 178 45 4180
E-Mail: uk-hb@dfki.de
Ansprechpartner:
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Robotics Innovation Center
Dr. Thomas Vögele
Projektleiter Moonwalk
Robert-Hooke-Straße 5, 28359 Bremen, Deutschland
Telefon: +49 421 178 45 4130
E-Mail: thomas.voegele@dfki.de
Contact Point FRANCE
COMEX SA
Dr. Peter Weiss
36, Bvd des Océans
13009 Marseilles, Frankreich
E-Mail : p.weiss@comex.fr
Telephon: +33 4 91 29 75 36
Contact Point UNITED KINGDOM (UK)
EADS UK Ltd
Dr. Gavin Powell
Großbritannien
E-Mail: Gavin.Powell@eads.com
Telephon: +44 1633 71 5283
Contact Point AUSTRIA
LIQUIFER SYSTEMS GROUP
Dr. Barbara Imhof
Obere Donaustraße 97/1/62
1020 Vienna, Österreich
E-Mail: bimhof@liquifer.com
Telephon: +43 1 21885-05
Contact Point BELGIUM
SPACE APPLICATIONS SERVICES NV
Dr. Richard Aked
Leuvensesteenweg 325
1932 Zaventem
Belgien
E-Mail : richard.aked@spaceapplications.com
Telephon: +32 2 721 54 84
Contact Point NORWAY
NTNU Centre for Interdisciplinary Research in Space
Knut Robert Fossum
NTNU Samfunnsforskning AS
Dragvoll Allé 38 B, 7491 Trondheim
Norwegen
E-Mail: knut.fossum@ciris.no
Telephon: +47 73590163
Contact Point SPAIN
Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA)
Dr. Víctor Parro Garcia
Department of Molecular Evolution, Centro de Astrobiología (INTA-CSIC)
Carretera de Ajalvir km 4, 28850, Madrid
Spanien
E-Mail: parrogv@cab.inta-csic.es
Telephon: +34 915201071
Weitere Informationen:
ftp://ftp.dfki.de/OUTGOING/moonwalk - Bildmaterial
http://www.dfki.de/robotik

Daniela Menzel | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de/robotik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Heiß & kalt – Gegensätze ziehen sich an
25.04.2017 | Universität Wien

nachricht Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“
25.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie